Der Studie zufolge führt der legale E-Book-Buchmarkt ein Nischendasein. Zwar wurden im Vorjahr in Deutschland insgesamt 12,3 Millionen E-Books verkauft, im selben Zeitraum stieg jedoch die Popularität illegaler Angebote. So verzeichnete ein einschlägiges Portal allein im September dieses Jahres 2,5 Millionen Downloads.
Im Monat darauf stellte die Plattform auf ein Bezahlmodell um: Für zehn Euro pro Monat erhalten Nutzer nun drei Monate lang unbegrenzten Zugang zu den Downloads. Laut Studie kein Einzelfall: Sowohl national als auch international verbreite sich unter den Piraten zunehmend das Flatrate-Modell.
Verlage schauen dem Treiben bislang weitgehend tatenlos zu. Bis heute gebe es keine legalen Flatrate-Angebote – wie in der Musik- oder Filmindustrie – als kostengünstige Alternative zu den Angeboten der Piraten, und auch Anti-Piraterie-Maßnahmen seien bei Verlagen die Ausnahme, schreiben die Studienautoren. Als Folge werde sich der Markt "nur sehr begrenzt entwickeln".
Der (hohe) Preis für E-Books ist dem Report nach übrigens nur ein Grund, warum sich E-Book-Piraterie zunehmend etabliert. Andere seien die teils "proprietären Vertriebsmodelle" und als die "sehr störend empfundenen" DRM-Kopierschutzmaßnahmen.
Ebenfalls interessant: Laut Studie informieren sich viele Leser zunächst ausführlich bei kommerziellen Anbietern wie Amazon über bestimmte Titel, machen dann aber von illegalen Angeboten Gebrauch. "Ganz offensichtlich stöbern Amazon-Kunden zwar nach den Büchern im Shop, aber sie wenden sich dann zum Teil dem illegalen Angebot zu, was ein Indiz für die Konvertierung von Käufern zu 'Leechern' (Bezeichnung für Nutzer, die Daten herunter-, aber nicht selbst eigene hochladen, Anm.)", so die Studie.










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