Bildungstest zeigt:

Jeder Vierte kann nicht mit dem Computer umgehen

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09.10.2013 11:54
Ein Viertel der 16- bis 65-jährigen Österreicher hat beim "Erwachsenen-PISA" PIAAC beim Testteil "Problemlösen im Kontext neuer Technologien" entweder ungenügende Computerkenntnisse gezeigt oder die Bearbeitung der Aufgaben am Computer verweigert. Ein knappes Drittel verfügt in diesem Feld dagegen über hohe Kompetenz - beides entspricht in etwa dem OECD-Schnitt.

Neben dem Lesen und der Alltagsmathematik (siehe Infobox) widmete sich der dritte Teil von PIAAC der Bearbeitung und Lösung von Aufgaben im Kontext neuer Technologien wie Computer oder Internet. Dieser Testteil musste am Computer bearbeitet werden.

Jeder Zehnte hat noch nie Computer benutzt
Daher wurden zunächst Personen ausgeschieden, die noch nie einen Computer benutzt haben - das sind in Österreich 9,6 Prozent, also etwas mehr als der OECD-Durchschnitt von 9,3 Prozent. Vier Prozent bestanden einen PC-Maus-Test nicht, 1,8 Prozent wiesen keine ausreichende Lese- und Sprachfähigkeit auf, um an der Erhebung teilzunehmen.

Weitere 11,3 Prozent – rund ein Prozent mehr als der OECD-Schnitt - gaben zwar an, schon einen Computer benutzt zu haben, verweigerten aber gleich den Test am Computer und bearbeiteten nur die Papieraufgaben in den Bereichen Lesen und Alltagsmathematik.

Nur 4,3 Prozent erzielten Höchstnote
Beim Problemlösen mussten die Testpersonen etwa mit einem E-Mail-Programm sowie einem Web-Browser arbeiten und im Internet navigieren. Für das Erreichen höherer Kompetenzstufen mussten außerdem Software-Tools wie die Sortierfunktion verwendet werden, um an bestimmte Informationen zu gelangen.

Die höchste Kompetenzstufe erreichten dabei in Österreich nur 4,3 Prozent der Testpersonen, das ist deutlich unter dem OECD-Schnitt von 5,8 Prozent. 28,1 Prozent kamen auf die zweitbeste Stufe – hier liegt Österreich im internationalen Vergleich im Durchschnitt.

Frauen öfter Computerverweigerer als Männer
Frauen weisen in Österreich etwas seltener Computerkenntnisse auf als Männer und fallen häufiger in die Gruppe der "Computerverweigerer". Bei weiblichen Probanden zählte jede achte Teilnehmerin zu den Verweigerern, bei den Männern jeder zehnte.

Wenig überraschend steigt mit dem Alter die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person keine Computererfahrung hat: In der Altersgruppe der 16- bis 24-Jährigen sind es 0,2 Prozent, bei den 55- bis 65-Jährigen ist es fast ein Drittel.

Am besten schnitten beim PIAAC-Test bei der Computernutzung Schweden, Finnland, Niederlande und Norwegen ab. Am unteren Ende landeten Polen, Irland und die Slowakei.

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