05.11.2005 19:00 |

"Mechanical Turk"

Mechanical Turk: doppelt künstliche Intelligenz

Der "Schach Türke", ein im 18. Jahrhundert gebauter "Schachcomputer", gab einem verwegenen Amazon-Projekt seinen Namen: "Mechanical Turk". Hierbei stellt der Computer die Aufgaben, die Menschen lösen müssen... die künstliche, künstliche Intelligenz.

Das Ziel des Projektes ist, die Intelligenz des Rechners um das Wissen der Menschen zu erweitern. Beim "Mechanical Turk" gibt der Computer seinem Benutzer eine Aufgabe, die dieser für Geld löst.

Diese Lösungen, "HITs" (Human Intelligence Task) genannt, werden auf der Mechanical-Turk-Website gesammelt und dienen der künstlichen Intelligenz dazu, immer komplexere Fragen automatisch beantworten zu können.

Drei Schritte sind notwendig, will man sein Wissen zur Verfügung stellen und dafür Geld kassieren:
- Eine passende Aufgabe auswählen. Der Betrag, der für die Lösung des Problems bezahlt wird, steht im Vorhinein fest. Sämtliche Aufgaben können an einem PC mit Internetanschluss gelöst werden.

- Problem lösen und Ergebnis zurückschicken.

- Ist der Aufgabensteller mit dem Ergebnis zufrieden, wird der Geldbetrag überwiesen. Im Moment ist der Geldfluss aus Konten in den USA beschränkt.

Prinzip des "Mechanical Turk" ist uralt
Der "Mechanical Turk" war ein mechanisches Wunder aus dem 18. Jahrhundert: Ein vor einem Schachspielbrett sitzender Türke, von Wofgang von Kempelen, einem Beamten Maria Theresias, entwickelt. Die Illusion der künstlichen Intelligenz basierte auf einem kleinwüchsigen Menschen in der Maschine, der ein guter Schachspieler war, was allerdings nie offiziell zugegeben wurde.

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