Israels Armee:
Beteiligte am Hamas-Massaker in Gaza getötet
Einem Bericht der israelischen Armee zufolge wurden in den vergangenen Wochen mehrere Palästinenser im Gazastreifen getötet, die am Massaker in Israel am 7. Oktober 2023 beteiligt gewesen sein sollen.
Neun Männer, deren Namen und Bilder veröffentlicht wurden, seien seit der Wiederaufnahme des Gaza-Kriegs im März getötet worden, heißt es. Zwei weitere Männer demnach davor. Bei den elf Männern soll es sich nach Armee-Angaben um Mitglieder der Terrororganisationen Hamas und Islamischer Dschihad handeln.
Sie seien vor fast eineinhalb Jahren vom Gazastreifen aus nach Israel eingedrungen und an dem Massaker unmittelbar beteiligt gewesen. Dabei waren rund 1200 Menschen getötet und mehr als 250 als Geiseln nach Gaza verschleppt worden.
Der Terrorangriff war der Auslöser des Gaza-Kriegs, in dem nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Behörden im Gazastreifen bisher mehr als 50.000 Menschen getötet wurden. Israel und die Hamas verständigten sich im Jänner dieses Jahres auf eine Waffenruhe, die rund zwei Monate hielt. Am 18. März nahm die Armee ihre massiven Angriffe wieder auf, nachdem beide Seiten sich nicht auf eine Fortsetzung einigen konnten.
Teile der Armee protestieren gegen Gaza-Krieg
Der Widerstand gegen die neue Offensive wächst allerdings. Rund 1000 aktive und pensionierte Angehörige der israelischen Luftwaffe haben einen Offenen Brief gegen den Krieg veröffentlicht. Derzeit dienten die Kämpfe „hauptsächlich politischen und persönlichen Interessen“, nicht aber der Sicherheit des Landes, heißt es in dem Schreiben. Die Unterzeichner fordern ein Abkommen zur Freilassung aller Geiseln im Gazastreifen, auch wenn dies das Ende des Kriegs gegen die Hamas bedeute.
Die meisten Unterzeichner sind pensionierte Armeeangehörige, hieß es aus Kreisen des israelischen Militärs. Die Luftwaffe wird den Angaben nach alle beteiligten aktiven Reservisten entlassen. Premier Benjamin Netanyahu unterstütze diesen Schritt. Der Brief schwäche die Armee und stärke den Feind in Kriegszeiten, teilte Netanyahus Büro mit.

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