Zwei Jahre nach der Energiekrise zahlen viele Haushalte weiter überhöhte Preise für Energie. Teilweise werde vier bis fünfmal so viel für Strom und Gas bezahlt als nötig, sagte die Regulierungsbehörde E-Control am Donnerstag. Viele Kundinnen und Kunden hätten nicht bewusst derart teure Tarife abgeschlossen.
Sie seien teilweise mit dem Thema Energiekosten überfordert, sagte E-Control-Vorstand Wolfgang Urbantschitsch am Donnerstag. Zudem hätte mehr als jede zweite Person noch nie den Strom- oder Gaslieferanten gewechselt (52 beziehungsweise 54 Prozent). Das Einsparungspotential sei vor allem im ersten Jahr mit Rabatten für Neukundinnen und Neukunden hoch und liege bei bis zu 1000 Euro.
Nur etwa 30 Prozent wüssten, wie viel sie für eine Kilowattstunde Strom bezahlen, bei Gas sind es gar nur 16 Prozent. Der Großteil der Befragten wusste in der E-Control-Umfrage nur die monatlichen oder vierteljährlichen Teilbeträge, die allerdings nichts über die tatsächlichen Kosten aussagen.
Die E-Control empfiehlt in diesem Zusammenhang das Umstellen der Jahresabrechnung auf zwölf monatliche Abrechnungen. Bei Strom ist das mit den neuen digitalen Zählern möglich. Die Kundinnen und Kunden würden die Preisänderungen auf diese Weise schneller bemerken und könnten darauf reagieren. Zudem könne der aktuell gültige Preis bei den Energielieferanten erfragt werden.
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