Ein Glas Wein, vier Zigaretten, alle zwei Wochen einen Joint und 1,5 Milligramm eines Aufputschers – das konsumiert jeder Österreicher im Schnitt, und zwar pro Tag. Damit ist nach der Abwasser-Analyse von 190 Gemeinden und 17 Kläranlagen in Österreich klar: So richtig abstinent sind wirklich die allerwenigsten von uns.
Doch es gibt, abgesehen vom Nikotin- und Alkoholgenuss, große Unterschiede beim Verbrauch von illegalen Substanzen. Und dabei fällt auf, dass die „Luxus-Droge“ Kokain in Oberösterreich nur eine untergeordnete Rolle spielt. In den Abwässern der Kläranlagen von Ried und Steyr, die von der Medizin-Uni Innsbruck analysiert wurden, kommt kaum ein Fünftel der Menge an, die in den Koks-Hochburgen Kufstein und Innsbruck gemessen wurden, in denen der Verbrauch noch höher ist als in der Bundeshauptstadt.
Grazer und Wiener überholt
Die Wiener haben bei Cannabis und Methamphetamin die Nase vorn, bei zweitgenannter Droge, die landläufig „Crystal Meth“ genannt wird, greifen aber auch die Oberösterreicher gerne zu. Hier sind es vor allem die Steyrer, die nur knapp hinter Konsumenten aus Wien und Wiener-Neustadt liegen. Im Vorjahr waren die Wiener noch auf Platz drei gelegen. Das Innviertel wiederum ist unangefochten die Hochburg des „Speed“-Konsums – damit haben die Rieder die Grazer im Konsum überholt.
Partydrogen und „die tägliche Dosis“
Da die Proben über einen längeren Zeitraum genommen werden, lässt sich auch das Konsumverhalten ableiten. So wird gleichmäßig geraucht und „gekifft“, dagegen greifen die Österreicher vor allem an Wochenenden zu Alkohol, Kokain und MDMA – den „Partydrogen“.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.