"Die Situation im Friaul ist dramatisch", schilderte Landesfeuerwehrkommandant Josef Meschik. Am Donnerstag beurteilte ein Erkundungstrupp die Lage: Es gibt gleich eine Vielzahl von Brandherden. Meschik: "Unsere Aufgabe ist es, die bekannte und bewirtschaftete Montasio Alm oberhalb von Sella Nevea vor dem Feuer zu schützen."
Fünf Tankwagen mit je 5.000 Litern Wasser im Einsatz
40 Kärntner rückten deshalb Freitag früh mit insgesamt zehn Fahrzeugen in Richtung Julische Alpen aus. Fünf Tankwagen mit je 5.000 Litern werden dabei im Pendelverkehr die Wasserversorgung auf die Alm sicherstellen. "Der Auftrag zur Hilfe unserer italienischen Nachbarn wurde uns von Landeshauptmann Peter Kaiser erteilt", so Meschik.
"So einen großen koordinierten Einsatz von uns im Ausland gab es noch nie. Bisher haben meistens nur einzelne Wehren im Notfall geholfen." Schon zuvor hatte der Zivilschutz von Palmanova bei den Kärntnern um Unterstützung angefragt. So wurden auch alle Vorbereitungen getroffen, dass die Löschflieger der Corpo Forestale im Ernstfall am Weißensee Löschwasser "auftanken" könnten. Die Gemeinde Weißensee benötigt lediglich einen halben Tag, um einen Abschnitt des Sees für die Flugzeuge zu sperren.
"Wir brauchen Regen. Sonst haben wir überhaupt keine Chance", sagt Feuerwehrkommandant Daniel Zelloth aus Uggowitz im Kantaltal, wo zwischen Tolmezzo und Pontebba bereits die Bundesstraße wegen Feuer und Rauch gesperrt werden musste. Unklar ist noch immer, ob die Feuer auch auf Kärnten übergreifen können - bisher ist ja lediglich der Rauchgeruch landesweit bemerkbar.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.