Emma Aicher gilt als großes Talent im Ski-Zirkus und hat in Kvitfjell nun ihren ganz großen Durchbruch geschafft. Nachdem die Deutsche am Freitag ihren ersten Stockerl-Platz feiern durfte, setzte sie am Samstag mit ihrem ersten Weltcup-Sieg sogar noch einen drauf. Für den Auftritt der 21-Jährigen gibt es jetzt viel Lob – auch von Ex-Skirennläuferin Viktoria Rebensburg. Und ihr Trainer warnt schon mal die Konkurrenz.
„Sie ist ganz unaufgeregt ihre Linie gefahren, das war richtig cool“, lobte Rebensburg ihre junge Landsfrau bei Eurosport noch am Freitag direkt nach der Abfahrt von Kvitfjell. Dort hatte Aicher, mit dem zweiten Rang, ihr erstes Weltcup-Podium erobert – auf Tagessiegerin Cornelia Hütter fehlten der Deutschen gerade mal 0,15 Sekunden. Doch es sollte nur der Vorgeschmack für ihren ganz großen Coup sein.
Denn die 21-Jährige konnte bei der zweiten Abfahrt am Samstag sogar ihren ersten Weltcup-Sieg einfahren. Die Deutsche selbst, konnte es am Freitag nach dem Rennen lange Zeit nicht wirklich glauben, dass ihr zum ersten Mal der Sprung aufs Podium gelungen ist: „Es ist ein Traum, darauf arbeitet man die ganze Zeit hin. Ich bin sehr glücklich. Ich habe versucht, so zu fahren wie im Training. Es hat sich gut angefühlt. Es hat mich schon ein bisschen überrascht, aber es ist cool, dass es geklappt hat“, betonte sie schließlich im ZDF-Interview.
„Sie wird eine Rakete“
Am Samstag war die Freude und wohl auch der Unglaube im Ziel noch um einiges größer. Nach und nach entluden sich die Emotionen bei der 21-Jährigen. „Ich bin sehr überrascht, es hat sich nicht so gut angefühlt wie gestern, aber ich habe glaub ich die Stellen gut getroffen, wo man Speed mitnehmen kann. Ich habe versucht, gestern zu vergessen, ich musste es ja heute nochmal machen“, so Aicher nach dem Rennen.
Es ist der (vorläufige) Höhepunkt einer konstanten Entwicklung. Das Top-Talent hat in diesem Jahr einen ordentlichen Entwicklungsschritt gemacht. Schon bei der WM in Saalbach landete sie sowohl im Super-G als auch in der Abfahrt auf dem sechsten Platz und schrammte jeweils nur knapp an einer Sensation vorbei.
Schon vor ihrem endgültigen Durchbruch in Norwegen hatte der deutsche Cheftrainer Andreas Puelacher zuletzt schon angekündigt: „Ich behaupte, Emma wird eine Rakete“. Eine Warnung an die Konkurrenz, die Aicher nun also gleich auch mit ihrem ersten Weltcup-Sieg unterstreichen konnte.
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