Die Besitzerin jener zwei Hunde, die bei Gallneukirchen eine Jungmama (32) angefallen hatten, dürfte sich nun bei der Polizei gemeldet haben. Wie berichtet, soll sie sich nach der blutigen Attacke eines ihrer Tiere zunächst einfach aus dem Staub gemacht haben. Die Polizei ermittelt jetzt gegen die 67-Jährige wegen fahrlässiger Körperverletzung.
„Ich merke die Verletzung noch bei jedem Schritt, aber der Schock überwiegt. Ich denke mir die ganze Zeit: ‘Was wäre passiert, wenn meine Tochter nicht geschlafen, sondern geschrien hätte?’‘ Astrid Hinterreiter (32) ist immer noch fassungslos.
Biss in Oberschenkel
Die Jungmama wurde am Mittwochvormittag auf einem Feldweg zwischen Gallneukirchen und Engerwitzdorf im Mühlviertel von zwei nicht angeleinten Hunden angefallen. Einer davon biss sie sogar in den Oberschenkel, als sie gerade mit ihrer sieben Monate alten Tochter im Kinderwagen spazieren war. Die Besitzerin der beiden Vierbeiner machte sich nach dem Vorfall einfach aus dem Staub – die „Krone“ berichtete.
Am Freitag hat die Suche nach der Hundehalterin ein Ende genommen: „Sie hat sich selbst bei der Polizei gestellt“, sagt Hinterreiter. Die Exekutive bestätigt, dass es mittlerweile eine Beschuldigte gibt: eine 67-Jährige aus Gallneukirchen. Gegen sie laufen Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung. Vorwurf: Die Besitzerin habe es unterlassen, auf die richtige Hundehaltung zu achten. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Heftige Diskussionen
Die erneute Hundeattacke und das Verhalten der Halterin sorgen jedenfalls für heftige Diskussionen. Die Berichte dazu auf krone.at wurden mehr als 300-mal kommentiert. „Wie kann man sich nur so verantwortungslos verhalten?“, fragt etwa ein Nutzer.
Dass die Vierbeiner offenbar frei herumliefen, sorgt bei einem anderen Leser für Kritik: „Ich liebe Tiere, aber spätestens dann muss ein Hund an die Leine, wenn sich andere Leute am Weg befinden. Schließlich weiß man nie, wie ein Hund auf Fremde reagiert – wie man hier sieht.“ Aber auch der Gesetzgeber bekommt sein Fett ab: „Unsere Wischi-waschi-Gesetze bezüglich Hundehaltung sind zahnlos und für die Katz’.“
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