03.07.2013 11:42 |

"Watchlist Internet"

Info-Website warnt vor Betrugsfallen im Internet

Betrüger haben im Web leichtes Spiel. Sie locken ahnungslose User auf eigens erstellte gefälschte Websites, entlocken ihnen Daten und wichtige Infos und nutzen die gewonnenen Erkenntnisse für ihre Zwecke. Da sich jede dritte beim Internet-Ombudsmann eingehende Beschwerde mittlerweile auf Betrug oder betrugsähnliche Angebote im Internet bezieht, wird nun auf Prävention gesetzt. Eine Info-Plattform informiert über Online-Betrug und gibt Tipps, wie man den Ganoven nicht auf den Leim geht.

Ins Haus flatternde Anwaltsbriefe und Abmahnschreiben, in denen völlig unbekannte Unternehmen die Zahlung absolut übertriebener Beträge fordern, gibt es immer wieder. Meist ist der Auslöser für solche Ärgernisse Unachtsamkeit im Web. Abo-Fallen, Facebook- und Kleinanzeigenbetrüger und Phishing-Gauner warten nur darauf, dass unbedarfte Internetnutzer in ihre virtuellen Fallen tappen.

Neue "Watchlist" warnt vor Online-Betrügern
Eine neue Website soll nun Abhilfe schaffen. Unter watchlist-internet.at können Konsumenten ab sofort aktuelle Infos und Warnungen zu Betrugsversuchen im Internet abrufen und natürlich auch selbst Betrugsversuche melden.

Die Themenpalette deckt alle Alltagsgefahren des Internets ab und reicht von den eingangs genannten Betrugsversuchen bis hin zu Handy-Abzocke und Scams. Auf der Plattform finden sich auch einfache Erklärungen der Online-Fallen und Tipps, wie man nicht hineintappt. Was man tun kann, wenn man bereits Opfer eines Online-Betrügers geworden ist, wird ebenfalls erklärt.

Gesundes Misstrauen im Web schadet nicht
Generell gilt: Gesundes Misstrauen bei der Benutzung des Internets schadet nicht. Wenn für den Download einer eigentlich kostenlosen Anwendung oder sonstige eigentlich kostenlose Dienste die Bekanntgabe der eigenen Adresse gefordert wird, sollte man stutzig werden.

Oft handelt es sich um ganz bewusst professionell designte Websites, die nur dem "Abfischen" von Adressen dienen, um anschließend im großen Stil Mahnungen zu verschicken. Zahlt nur jeder Zehnte, hat sich der Coup für die Macher solcher Seiten bereits gelohnt.

Vorsicht bei verdächtigen E-Mails
Noch gefährlicher sind aber jene Cyberkriminellen, die es nicht mit Betrug, sondern mit Viren, Würmern und Trojanern versuchen. Banktrojaner, die sowohl auf dem Smartphone als auch auf dem Computer ihr Unwesen treiben, Überweisungen tätigen und auch gleich den aufs Handy gesendeten PIN-Code abfangen, sind längst keine Zukunftsmusik mehr.

Deshalb empfielt sich neben den üblichen Schutzmaßnahmen - aktueller Virenschutz, regelmäßig aktualisierte Software und gegebenenfalls eine Firewall-Lösung - besondere Vorsicht bei verdächtigen E-Mails.

Besondere Gefahr durch "Spear-Phishing"
Oft handelt es sich um Phishing-Nachrichten, die täuschend echt aussehen. Manche Phisher machen sich sogar vorab über ihre Opfer schlau, reden sie mit Namen an und geben sich als Freund eines Freundes in sozialen Netzwerken aus.

Dieses zielgerichtete Phishing nennt man "Spear-Phishing". Welche Besonderheiten es bei dieser Form des Onlinebetrugs gibt und wie man sich davor schützen kann, lesen Sie in unserem Phishing-Spezial in der Infobox. Dort gibt's auch einen Onlinetest, mit dem Sie überprüfen können, ob Sie Phishing-Mails erkennen.

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