Das tödliche Eifersuchtsdrama von Oberkappel, das am Samstag das ganze Land erschüttert hat, wird weiterhin genau untersucht. Denn die Ermittlungen sind noch immer nicht abgeschlossen. Am Ende wird das Verfahren aber eingestellt, weil der Täter auch schon tot ist.
Zwei tote Männer, zwei Kinder (14 und 18 Jahre alt), die nun Halbwaisen sind und eine traumatisierte Frau – am Wochenende erschütterte wieder eine Bluttat das Land. Der 44-jährige Benjamin R. aus Gottsdorf in Bayern hatte in der Mühlviertler Gemeinde Oberkappel den 51-jährigen Kurt H. erschossen – mit sechs Schüssen aus einer Pistole.
Rasende Eifersucht
Der Grund: Benjamin R. und seine Frau (43) lebten in Scheidung, Kurz H. war der neue Freund der Frau. Das dürfte Benjamin R., ein leidenschaftlicher Jäger, nicht verkraftet haben. Am Samstag erschoss er, nach einem kurzen Gespräch mit seiner Ex, Kurt H., flüchtet zurück nach Deutschland, wo er Suizid beging.
Obduktion wurde angeordnet
Obwohl der Fall recht eindeutig erscheint, wird aber noch weiter ermittelt. „Man muss ausschließen können, dass jemand anderer beteiligt war. Es wird noch ein Gutachten geben und die Leichen müssen obduziert werden“, erklärt Reinhard Huemer-Steiner, Sprecher der Staatsanwaltschaft, gegenüber der „Krone“. Spätestens am Dienstag sollte die Obduktion abgeschlossen sein. Zudem werden noch weitere Zeugen befragt, ehe es zu einem Abschlussbericht kommt.
Erst dann wird der Fall – sollte es keine Überraschungen geben – endgültig zu den Akten gelegt. Denn nachdem der Täter bereits tot ist, kann er auch nicht belangt werden.
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