Fünfmal in kurzer Zeit holten die heulenden Sirenen die Landecker seit Jänner aus ihren Betten. Viermal gegen Mitternacht, einmal um 3.15 Uhr (am 21. Jänner) wurde im Zentrum der Stadt Feuer gelegt. Verantwortlich für diesen Schrecken dürften drei junge Männer im Alter von 16 (Lehrling) sowie jeweils 20 Jahren - beide arbeitslos und bereits polizeibekannt - sein, welche die Feuerattentate zur Geisterstunde ausführten.
Doch nach Brand fünf zog sich die Schlinge zu. Zu klare Hinweise aus der Bevölkerung erhielt die Polizei. "Wir hatten vier bis fünf konkrete Spuren", betont Chefermittler Andreas Wurm vom Landeskriminalamt.
"Feuerwehr sollte es beim Löschvorgang schwer haben"
Die Männer hatten ihre Brandorte ohne Qualifikation ausgewählt. Was auch heißt: Ohne Rücksicht auf sachliche Verluste oder gar Menschenleben. Nur so viel planten sie: "Die Feuerwehr sollte es beim Löschvorgang schwer haben", weiß Wurm. Schockierend auch, was Landespolizeidirektor Helmut Tomac als Motiv nennt: "Langeweile, Vandalismus, fehlendes Unrechtsbewusstsein, Adrenalinkick".
Letzteren genossen die mutmaßlichen Täter wohl. Sie fotografierten die Brände mit ihren Mobiltelefonen, um ihr "Werk" auf Facebook der Welt zu zeigen. Einer Welt, der zumindest die beiden Älteren wohl für längere Zeit durch Gitterstäbe entgegenblicken werden. Bis zu zehn Jahre Haft drohen. Dafür, dass elf Familien ihr Heim verloren, ein sechsjähriges Kind eine Rauchgasvergiftung erlitt und insgesamt mehr als eine Million Euro Schaden entstand.
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