Aufregung bei den Speed-Stars nach den vielen und vor allem schlimmen Stürzen während des zweiten Trainings zur Weltcup-Abfahrt in Bormio. Sie schlagen nach dem wilden Abflug von Cyprien Sarrazin Alarm!
„Diese Piste ist schlecht vorbereitet“, schimpft der Franzose Nils Allègre nach dem Sturz seines Landsmannes bei Eurosport. „Es ist kein Respekt vor den Fahrern da, es gehört Tempo herausgenommen. Ich will gar nicht daran denken, dass hier bei den Olympischen Winterspielen 2026 gefahren werden soll.“
Sturz-Orgie in Bormio
Denn Sarrazin war nicht der einzige Fahrer, den die Stelvio an dieser Stelle abgeworfen hatte. Auch den Amerikaner Kyle Negomir erwischte es mit Startnummer 33 an selber Stelle. Unmittelbar nach ihm hebelt es Josua Mettler aus, auch er krachte in das Sicherheitsnetz und musste für weitere Untersuchungen zurück in die Schweiz.
Noch schlimmer erwischte es den Italiener Pietro Zazzi. Mit der Startnummer 45 stürzte er schwer und musste wie Sarrazin mit dem Hubschrauber abtransportiert werden.
„Einziger Überlebenskampf“
Marco Odermatt zum „Blick“: „Als Athlet will man das nicht sehen. Aber man kann sich in etwa denken, was da gerade passiert. Es ist ein einziger Überlebenskampf.“
Sarrazin hob bei der Einfahrt in den Schlussteil ab und schlug aus großer Höhe heftig mit dem Rücken und dem Kopf auf die harte Piste auf. Der 30-Jährige schlitterte regungslos den Steilhang hinab, durchschnitt mit seinen Skier das Sicherheitsnetz und wurde per Hubschrauber ins Spital gebracht.
Sarrazin soll immer bei Bewusstsein gewesen sein, aber über Schmerzen im Fuß klagen. Im französischen Lager wurde eine noch nicht bestätigte Sprunggelenks- und Halswirbelverletzung vermutet.
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