Erstmals seit 2013

Ein Kärntner Trio startet beim Skisprung-Weltcup

Kärnten
19.12.2024 10:57

In Österreichs Skisprung-Weltcupteam wird mittlerweile kärntnerisch gesprochen! Denn mit Daniel Tschofenig, Maximilian Ortner und Markus Müller sind am Wochenende in Engelberg drei Kärntner am Start. Erstmals seit 2013 gibt‘s wieder ein Trio aus dem südlichsten Bundesland. Die drei Youngsters sind sogar aus dem gleichen Jahrgang.

Zwischen 2014 und 2021 war Kärnten auf der Skisprung-Landkarte ein weißer Fleck. Da gab’s für unser Bundesland eine ewig lange Durststrecke. Die jetzt aber endgültig vorbei ist – denn beim Bewerb in Engelberg (Sz) an diesem Wochenende starten erstmals seit 6. Juni 2013 wieder drei Kärntner Springer zeitgelich bei einem Weltcup.

Nachfolger von „Morgi“ und Co.
Damals waren es in Bischofshofen Thomas Morgenstern, Martin Koch und Lukas Müller – die neuen Überflieger heißen Daniel Tschofenig, Maxi Ortner und Markus Müller. Kurios: Die Youngsters sind alle Jahrgang 2002, mittlerweile 22 Jahre alt und zwischen März und Juli geboren.

  • Tschofenig ist der Anführer der potenziellen goldenen Generation aus Kärnten und schon seit 2021 im Weltcup dabei. Der Hohenthurner feierte ja in Wisla (Pol) kürzlich seinen ersten Weltcupsieg und ist Zweiter im Gesamtweltcup hinter Pius Paschke.
Daniel Tschofenig und Maximilian Ortner standen in Lillehammer gemeinsam auf dem Podest.
Daniel Tschofenig und Maximilian Ortner standen in Lillehammer gemeinsam auf dem Podest.(Bild: EXPA Pictures. Alle Rechte vorbehalten. // EXPA Pictures. All rigths reserved.)
  • Ortner erhielt durch die schwere Verletzung von Daniel Huber (Sbg) beim Start in Lillehammer die Chance – und der Feldkirchner schlug mit Platz drei ein wie eine Bombe, kam bisher immer ins Finale. Seine schlechteste Weltcup-Platzierung diese Saison war Platz 21.
  • Müller hat sich sein Eintrittsticket für den Weltcup selbst geholt. Mit den Plätzen 13, vier, eins und zwei im Conti-Cup war er beim Start der Stärkste, holte so einen Quotenplatz für die nächsten Weltcups. Acht Starts bei den „Großen“ hatte der Klagenfurter bisher.
Markus Müller bestreitet in Engelberg seinen neunen Weltcup-Wettkampf.
Markus Müller bestreitet in Engelberg seinen neunen Weltcup-Wettkampf.(Bild: GEPA pictures)

Kollege macht Mut
Für Müller ist Ortner doch so etwas wie ein Mutmacher: „Bei ihm hat man gesehen, wie schnell es im Skispringen nach oben gehen kann. Als Nachrücker stand er gleich auf auf dem Podest. Ich will in Engelberg mein Ding durchziehen und aufzeigen.“ Acht Weltcupspringen hat der Klagenfurter auf dem „Buckel“, Platz 13 in Willingen war sein Highlight.

Schon als Kids duelliert
Mit Tschofenig und Ortner verbindet den Wahl-Innsbrucker eine lange Geschichte: „Wir sind schon im Nachwuchs zusammen gesprungen. Erst war Tschofenig oft vorne, dann Ortner – ich war meist die Nummer drei. Aber jetzt will auch ich mich im Weltcup beweisen.“ 

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