Atomenergie ist gegenwärtig „in“. Vor allem in China. Dort sollen in den nächsten Jahren die Reaktoren wie Schwammerl aus dem Boden schießen. Unter anderem, um die Klimaziele zu erreichen, wie es heißt. „Krone“-Wissenschaftsexperte Christian Mähr über die neue Reaktorgeneration.
Atomenergie, heißt es in vielen Quellen, sei total unwirtschaftlich gegenüber den alternativen Energiegewinnungsmethoden, also Wind, Sonne, Wellen und so weiter. Wem das nicht genügt, dem seien ein paar Ortsnamen in Erinnerung gerufen: Tree Mile Island, Tschernobyl, Fukushima. Eigentlich sollte das Thema damit erledigt sein – wo doch sogar die studierte Physikerin Angela Merkel zur Einsicht kam: „Wir wollen das nicht!“ – und damit den Atomausstieg Deutschlands einleitete. Umso erstaunlicher ist das Beharren der Atomindustrie, nach den Generationen I, II und III, eine Generation IV von Reaktoren aufzulegen. Ein Verein von mehr als einem Dutzend Staaten verfolgt seit einem Vierteljahrhundert das Ziel, neue, verbesserte Atomreaktoren zu entwickeln.
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