Di, 25. September 2018

Raubkopier-Attacke

28.09.2005 11:42

Hacker gehen auf die PSP los

Weniger als einen Monat lang hat es gedauert bis die ersten Hacker den wichtigsten Kopierschutz der Playstation Portable geknackt haben. Der Crack hat große Folgen: Raubkopien von Sonys "unkopierbaren" Spielen laufen jetzt auch auf europäischen PSPs.

In Europa liefert Sony seine PSP seit 1. September mit der Firmware 2.0 aus. Das alte "Betriebssystem" der PSP - Firmware 1.5 - war mit Sicherheitslücken übersäht. So konnten Hacker in Japan und den USA Raupkopien via MemoryStick auf PSPs mit der alten Firmware spielen.

Die Firmware 2.0 sollte ein irreversibles Update sein das alle Sicherheitslücken der alten Software, die es nur bei den ersten PSP-Modellen gab, schließt. Aber gerade durch einen Fehler in der aktuellen Firmware konnten ein paar fiese Hacker eine PSP wieder auf die 1.5-Version zurücksetzen.

Die Spiele für die PSP werden an und für sich auf einem absolut kopiersicheren Medium verbreitet. Die so genannte Universal Media Disc - kurz: UMD - ist eine Weiterentwicklung der MiniDisc und wird nur von Sony produziert. Eine kopierschutzmäßig todsichere Sache möchte man meinen, weil ja niemand einen "UMD-Rohling" weder kaufen noch beschreiben kann.

Mit unlauteren Tricks konnten Hacker aus den USA und Japan aber schon in der Vergangenheit die Datensätze von UMDs auf Festplatten bannen. Via MemoryStick brachte man die so kopierten Spiele dann auf die PSP - alles unter Firmware 1.5.

Für die Gameproduzenten in Europa ist es eine Hiobsbotschaft. Der geknackte Kopierschutz kann Einbußen bei den Verkaufszahlen mit sich bringen. Wenn das Spielen von PSP-Raubkopien zum Trend werden sollte, wird sich wohl nur der Absatz von MemorySticks steigern.

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