Skigebiete rüsten sich

„Krisenjahre oft die besten für Freizeitangebote!“

Oberösterreich
11.11.2024 17:30

Zwischen Teuerung und Inflation will keiner mehr Geld fürs Skifahren ausgeben? Weit gefehlt! „Die Menschen sind der schlechten Nachrichten oft überdrüssig und gönnen sich umso lieber eine Auszeit“, prognostiziert Tourismus-Landesrat Markus Achleitner. Die Skigebiete blicken optimistisch in die Wintersaison.

Dem Tourismus geht es so gut wie nie! „Nach zwei Rekordsommern und -Wintern in Folge wäre es aber vermessen, auf einen weiteren Rekord zu hoffen“, so Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Markus Achleitner (ÖVP).

Sagenhafter Anstieg
Die mit großem Abstand wichtigste Besuchergruppe – Oberösterreicher – legten im Vorjahr bei den Ankünften um 6,5 Prozent, und bei den Nächtigungen um 5,1 Prozent zu. Auch Deutsche (18 Prozent), Tschechen (15,1 Prozent) und Niederländer (4,9 Prozent) kamen deutlich mehr nach Oberösterreich als noch im Winter 2022/23. „Seit 2014 ist die Zahl der Winterurlauber in Oberösterreich um 28,9 Prozent gestiegen, und die Nächtigungen haben um 24,7 Prozent zugenommen!“, ist Achleitner stolz. 

187 Euro pro Tag Urlaub
Im Schnitt gibt ein Erwachsener pro Tag Skiurlaub rund 187 Euro aus. 22 Prozent davon entfallen auf die Seilbahnen, jeweils 18 Prozent auf Sporthandel und Transport, und 31 Prozent auf Gastronomie und Beherbergungsbetriebe. 

Zahlreiche neue Hotels
Viel Geld wurde auch heuer in den Tourismus investiert: Erstmals oder neu eröffnet wurden etwa das Hotel Grand Elisabeth in Bad Ischl, das Hotel Post am See in Traunkirchen, das Hotel Lavendel in Windischgarsten, das Forsthaus Apartments Holzschlag in Klaffer am Hochficht, die Böhmerwald Lodges in Schöneben, Das Lamprecht in Schärding sowie das Ambiance Hotel in Braunau. 

Nicht nur zum skifahren
„Die Gäste wollen sich trotz allem eine schöne Zeit machen. Es muss auch nicht immer Skifahren sein“, so Andreas Winkelhofer, Geschäftsführer von Tourismus Oberösterreich. „Neben den 154 Seilbahnen und Lifte haben wir auch über 60 Skitouren, 89 Winterwanderwege und 185 Loipen, dazu locken auch die vier Thermen im Winter die Gäste an.“

Mit der „Krone“ zur folkshilfe Hüttentour!
Für ein besonderes Highlight sorgt heuer die oberösterreichische Band folkshilfe: Im Gegensatz zu großen Menschenmassen bei Ski-Openings anderswo wird die OÖ Saison mit vier exklusiven Kleinkonzerten der Band auf Skihütten eingeleitet. Karten für die „folkshilfe-Hüttentour“ kann man mit der „Krone“ noch bis 14.11. gewinnen!

„Wir freuen uns sehr, dabei sein zu dürfen! Die Konzerte sind jeweils am Nachmittag. Es ist auf jeden Fall wert, beim Gewinnspiel mitzumachen, selbst für langjährige folkshilfe-Fans! Denn ich kann versprechen, es werden neue, noch nie zuvor gespielte Songs vom neuen Album zum Besten gegeben!“, zwinkert Gitarrist Paul Slaviczek. „Ganz genau! Und wir freuen uns außerdem auf einen schönen Skitag“, ergänzt Schlagwerker Gabriel Fröhlich.

Tickets sollen leistbar bleiben
Ein Ziel, das der heimische Tourismus verfolgt, ist eine Abkehr vom Denken in Saisonen: Oberösterreich soll das ganze Jahr über für Gäste interessant sein, gästearme Zwischensaisonen der Vergangenheit angehören. Rupert Schiefer, der Vorstand der Bergbahnen Dachstein Salzkammergut, betonte, dass das Verhältnis der Gäste im Sommer und Winter mittlerweile nahezu ausgeglichen sei. Man versuche, die Preise für die Gäste leistbar zu halten: Ein Tagesticket für Erwachsene für die Dachstein-Region kote 61,90 Euro online bzw. 66,90 Euro an der Kasse, was einem Plus von vier bzw. 4,5 Prozent entspricht. Die Erhöhung sei moderat, aufgrund gestiegener Energie- und Personalkosten aber notwendig. 

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