Di, 13. November 2018

Gartengestaltung

12.04.2013 11:30

Gemütliche Stunden: Tipps rund um die Pergola

Schon der Name klingt nach romantisch-verträumtem Gartenzauber - die Pergola zählt zu den beliebtesten Elementen der Gartengestaltung. Nicht nur ihre Formen und Ausgestaltung sind mittlerweile äußerst vielseitig, sondern auch der Nutzen, den die Pergola je nach Wunsch bringt: Vom natürlichen Schattenspender über Regen- und Sichtschutz bis hin zum grünen Relax-Eck und der Abgrenzung des Lieblingsortes im Garten.

Schon die alten Römer schmückten ihre Villen gerne mit den begrünten Laubengängen. Und der besondere Pergola-Reiz für Gartenliebhaber ist bis heute ungebrochen. Wobei sich allerdings Formen, Optik und auch Materialien so stark weiterentwickelt haben, dass viele Modelle nur noch sehr entfernt an das klassische Vorbild erinnern.

Und so kann heute unter der Pergola vom wildromantisch bepflanzten Laubengang, der Terrasse und Haus verbindet, bis hin zum freistehenden Carport so ziemlich alles, was mit Pfosten abgegrenzt ist, verstanden werden.

Pergola – und Pergola
Klassisch wird unter diesem Begriff ein nach oben hin offener Laubengang verstanden. Heute werden Pergolen auch gerne an das Haus angebaut oder sind freistehend. Typisches Merkmal ist die Bepflanzung der Pfosten selbst oder mithilfe von Rankgittern zwischen den einzelnen Pfosten. Die Seiten einer Pergola können ganz offen bleiben oder teilweise mit Holzlatten oder Gittern versehen werden.

Eine besondere Variante ist das "grüne Dach". Hier wird ebenfalls mittels querliegenden Rankhilfen für dichte Bepflanzung gesorgt. Schon aus praktischen Gründen, in erster Linie aufgrund eines verbesserten Regen- und Sonnenschutzes, entscheiden sich immer mehr Gartenbesitzer für eine stärkere Dachkonstruktion, sei es aus Platten, Holzlatten, markisenähnlichen Stoffen oder Sonnensegeln.

Einige setzen auch gleich ein Glasdach auf die Pergola. Besonders dann wenn man derart sein Auto regengeschützt auf dem Grundstück parken will.

Achtung: Grundsätzlich müssen bei Pergolen keine Baubewilligungen eingeholt werden. Beachten muss man allerdings, dass die meisten Bauordnungen die Pergola als "nach oben hin offen" definieren. Das heißt also, wenn ein festes Dach auf die Pergola gesetzt wird, kann dies unter Umständen durchaus baugenehmigungspflichtig sein. Aufpassen heißt es auch, wenn man mithilfe einer Pergola gleich einmal seine Terrasse überdachen will, denn überdachte Terrassen sind häufig ebenfalls bewilligungspflichtig. Auch nachbarrechtliche Vorschriften sind zu beachten. Also, zur Sicherheit, sich nach den örtlich geltenden Bauordnungen erkundigen und auch die Nachbarn informieren!

Leicht selbst gebaut
Eine Pergola kann bei einigem Geschick selbst gebaut werden. Grundsätzlich können Pergolen aus Holz, Stein oder auch Metall bzw. aus Materialkombinationen bestehen. Wichtig ist vor allem, dass die fertige Pergola dann sowohl in puncto Material als auch Optik zu der Gestaltung des Gartens passt. Fachgeschäfte und auch immer mehr Online-Shops bieten eine große Auswahl fertiger Bausätze an.

Beim ganz individuellen Eigenbau wird traditionell dem Holz der Vorzug vor anderen Materialien gegeben. Vor allem dann, wenn die Pergola bepflanzt werden soll. Einige Tipps dazu:

  • Wetterfest: Holz verrottet im Lauf der Zeit. Imprägnierte Hölzer bieten hier große Vorteile. Lärchen- bzw. Eichenholz gilt auch ohne Imprägnierung als relativ wetterrobust.
  • Pflege: Meist werden Holz-Pergolen begrünt – ein späteres Streichen mit Holzschutzmitteln ist mühsam, da die Kletterpflanzen rasch wachsen und dann schon eine dichte Decke bilden.
  • Pfosten über der Erde: Am besten die Pfosten auf spezielle Pfostenanker mit verzinktem Metall stellen, da bei Bodenberührung die Verrottung des Holzes rasch einsetzen kann.
  • Robuste Konstruktion: Keine Angst, wenn die noch unbepflanzte Pergola zunächst einmal recht wuchtig wirkt – in Verbindung mit den richtigen Pflanzen verliert sich dieser Eindruck schnell.

Die richtige Bepflanzung
Es lohnt sich, einige Zeit in die Planung der Begrünung der fertig gebauten Pergola zu investieren. Material und gewünschter Nutzen spielen dabei eine wesentliche Rolle. So zum Beispiel darf eine vergleichsweise leichte Pergola aus Metall nur mit eher schwachen Kletterern, wie z.B. Kletterrosen oder Jasmin, begrünt werden. Starke Konstruktionen vertragen sich dagegen gut mit fülligen und rasch wachsenden Pflanzen, wie z.B. Blauregen und wildem Wein.

Auch gibt es verschiedene Arten von Kletterpflanzen – für die einen ist eher ein Gitter geeignet, für die anderen Pfosten oder Säulen.

Tipp: Verfügt die Pergola über keine Rankgitter an den Seiten, will man aber trotzdem nicht auf die beliebten "Ranker", wie z.B. wilden Wein, verzichten, kann man an den Pfosten Schnüre oder auch sehr feine Metalldrähte als Wachsunterstützung anbringen.

Eine ganz einfache Methode – vor allem für leichtere Konstruktionen - ist die Bepflanzung mit einjährigen Pflanzen. Zwar müssen die abgestorbenen Pflanzen dann vor der neuen Gartensaison gründlich entfernt werden (kann bei feinen Rankgittern mühsam sein!), andererseits kann man jedes Jahr der Pergola ein neues blühendes Gesicht geben.

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