Auf die Frage des Reporters, ob es Kontakt mit dem gleichzeitig entführten Österreicher gebe, antwortete Tuomioja am Telefon mit: "Darauf kann ich keine exakte Antwort geben." In den Abendnachrichten des finnischen Senders YLE ergänzte der Minister, Finnland sei nun im Besitz "aller verfügbarer Informationen" über die Entführten. Diese seien allerdings "leider nicht solcher Natur, dass wir sagen könnten, die Sache sei gelöst", so Tuomioja.
Freilassung wird wohl noch dauern
Gegenüber "Hufvudstadsbladet" hatte der Minister zudem angedeutet, dass die Freilassung der drei Geiseln wohl noch dauern werde. Er verwies auf den Fall einer Schweizerin, wo bis zur Lösung des Entführungsfalls ein Jahr vergangen war.
Tuomioja nutzte eine seit Längerem geplante Afrika-Reise für den unangekündigten Abstecher nach Sanaa. Er traf dort am Ostersonntag den jemenitischen Präsidenten Abdo Rabbo Mansour Hadi ebenso wie seinen Amtskollegen Abubakr Al-Qirbi, berichtet die Zeitung.
Letztes Lebenszeichen von Dominik im Februar
Das letzte Lebenszeichen von Dominik Neubauer war ein Video, das am 23. Februar im Internet aufgetaucht war. Darauf erklärt der entführte Student, dass seine Kidnapper Lösegeld fordern (siehe Infobox).
Der 26-Jährige war am 21. Dezember 2012 gemeinsam mit dem finnischen Paar entführt worden. Bewaffnete Männer hatten ein Elektronikgeschäft in Sanaa gestürmt und die drei Europäer in ihre Gewalt gebracht. Der Wiener war gemeinsam mit einem Kollegen im Jemen, um dort Arabisch zu lernen. Die Finnin hatte ihren Freund besucht.
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