Ab 2025 landen PET-Flaschen für Getränke und Aludosen in Österreich nicht mehr in den Sammelzentren, sondern sind mit dem neuen Pfandsystem bares Geld wert. Die „Krone“ wollte wissen, wie sich das auf die ASZ (Altstoffsammelzentren) auswirken wird und wo Konsumenten den Plastikmüll künftig entsorgen sollen.
Noch knapp 2,5 Monate, bevor mit 1. Jänner das Pfandsystem auf Getränkeflaschen aus Plastik und Alu in Kraft tritt. Damit will die Bundesregierung die Sammelquote bis 2027 von derzeit 70 auf mindestens 90 Prozent anheben, denn für jedes Kilo nicht recycelten Plastikmüll werden seit 2021 „Strafzahlungen“ an die EU fällig.
Pfand auf PET-Flaschen und Dosen
Mit Jahreswechsel müssen PET-Flaschen und Aludosen für Getränke an Rücknahmestellen abgegeben werden, wenn man das Pfand von 0,25 Cent je Stück zurückwill. Das ließ im Sommer die Altstoffsammelzentren „zittern“ – der Fortbestand der Plastiksammlung in den ASZ schien gefährdet. Nun scheint das aber vom Tisch, denn der Landesabfallverband (LAVU) wurde sich mit der ARA einig.
Das „darf“ nicht mehr ins ASZ
„Die PET-Flaschen fallen ab 2025 weg. Große Plastikverpackungen wie Eimer, Kanister oder Milchpackungen können aber weiterhin in den Altstoffsammelzentren entsorgt werden. Lediglich kleinteilige Kunststoffverpackungen (wie für Wurst), Joghurtbecher oder Fleischtassen werden dann nicht mehr angenommen“, so Christian Ehrengruber, Geschäftsführer der LAVU Oberösterreich. Die sollen künftig im gelben Sack oder in der gelben Tonne landen.
Schließungen nicht geplant
Bei der Metallsammlung wird sich vorerst nichts ändern, da fallen nur die pfandpflichtigen Leergebinde weg. „Wir werden uns anschauen, wie sich die Auslastung weiterentwickelt. Schließungen bzw. Stundenkürzungen beim Personal sind derzeit nicht geplant“, sagt Ehrengruber. Ähnliches hört man auch von Albert Falch, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender der rund 870 Mitarbeiter in den 130 Standorten.
Neues Leben für alte Matratzen
Dass weniger Plastikmüll anfällt, will man künftig kompensieren, indem zum Beispiel die Entsorgung von größeren Kunststoffverpackungen über die ASZ verstärkt beworben werden soll. Auch Gipskartonplatten sollen in Zukunft gesondert gesammelt und recycelt werden – dafür werde momentan in Stockerau ein Werk errichtet.
Außerdem denke man über die Wiederverwertung von alten Matratzen nach – sie waren bisher im Sperrmüll gelandet. Greiner plane bereits eine Recyclinganlage.
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