Die Wiener Stadthalle bietet ab Mittwoch eine Tennissausstellung. Thomas Musters Trophäen sind der Höhepunkt.
Die French Open haben ein Tennismuseum auf der Anlage, Wimbledon ebenso. Heuer trifft das auch auf die Erste Bank Open zu. Ab Mittwoch ist im Studio F eine Ausstellung zum Tennisklassiker in der Stadthalle zu sehen. Im Mittelpunkt stehen die Erfolge von Thomas Muster und Dominic Thiem, aber fast alle Wien-Sieger und andere Ikonen wie Steffi Graf oder Björn Borg verliehen für die „Tennis Experience“ einen Schläger oder ein Trikot.
Zur Eröffnung kamen am Dienstag nicht nur Österreichs Tennisgrößen von Muster über den zweifachen Wien-Sieger Jürgen Melzer, Stefan Koubek und Andi Haider-Maurer, sondern auch Sportstars, die gern Tennis spielen wie Ex-Fußballer Marc Janko, Beachvolleyballer Clemens Doppler oder Sprinter Markus Fuchs. Sie alle waren von der Ausstellung begeistert.
Deren größtes Highlight sind die Pokale von Thomas Muster, darunter derjenige von den French Open 1995, die neun Masters-Titel und die Plakette, die er als Nummer eins der Welt bekam. Ebenso Toms allererster Pokal, von einem Kinderturnier von 1975. Sie alle kann man ab auf aurena.at ersteigern. „Ich habe sie jetzt lange genug angesehen“, meint Muster. „Es gibt vielleicht Leute, die einen Teil dieser Tennisgeschichte haben wollen.“ Der Erlös wird beim Licht-ins-Dunkel-Weihnachtswunder gespendet. „Das Ziel ist, den Rekord für den größten Scheck zu übertreffen. Das sind 115.000 Euro. Ich bin sicher, dass das klappt.“
Finale ’88 Not gegen Elend
Musters Lieblingspokal ist der von Key Biscayne 1997. „Das war mein emotionalster. 1989 hatte ich ja dort vor dem Finale den fürchterlichen Unfall, konnte nicht spielen. Sie mussten mir ihn nachschicken, er kam so zerbrochen an, wie ich war. Dass ich 1997 dann dort meinen letzten Titel holte, war besonders.“
Muster führte durch die Ausstellung, verwies auf den Schläger, mit dem er 1995 Paris gewann. „Einer der besten, die Head je hergestellt hat.“ Auch viele Videos von Wien-Highlights laufen im Studio F. Etwa vom Finale 1988, das Muster gegen Skoff verlor. „Mein bitterster Moment hier. In der Nacht davor musste ich kotzen, spielte am nächsten Tag dennoch. Das war Not gegen Elend, ich war aber chancenlos.“
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.