Die Fachwelt ist sich weitgehend einig: Es war eine respektlose Aktion. Der „Twerk“, den MMA-Kämpferin Aliin Perez ihrer Gegnerin nach deren Aufgabe widmete, sorgt für jede Menge Spot, jedenfalls Aufregung.
Der Reihe nach: Die Argentinierin Perez hatte im Kampf selbst wenig Mühe mit ihrer Gegnerin. Per Würgegriff schnürte sie der Russin Daria Zhelezniakova praktisch die Luft ab. Sie konnte nicht mehr und musste aufgeben. Schon in der ersten Runde. Soweit alles o.k. Aber Fräulein Perez ließ sich zu einer diskussionswürdigen „Jubel-Geste“ hinreißen. Siegestrunken sprang sie auf, reckte der taumelnden Gegnerin ihren durchtrainierten Allerwertesten regelrecht ins Gesicht und „twerkte“, wie das rhythmisch-ruckartige Bewegen des Hinterteils genannt wird.
Respektlos
Die Szene gefiel nicht allen. Einschlägig versierte Medien werten die Aktion als respektlos – erst recht einer sichtlich benommenen Gegnerin gegenüber. Das verstoße gegen die Ethik-Regeln in der Szene.
Wackeliger Auftritt
Vielleicht freute sich Perez aber auch doppelt über den Sieg, weil sie sichtlich wieder gänzlich bei Sinnen und Kräften war. Was einen Tag zuvor bei der Abwaage sichtlich nicht zu 100 Prozent der Fall gewesen sein dürfte. Dort präsentierte sie sich zittrig bis wackelig. Und das hatte nichts mit einem Twerk zu tun.
Eines ist Perez jedenfalls gelungen: sich in einer breiten Öffentlichkeit einen Namen zu machen.
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