Vom Flutopfer zum Betrugsopfer: Kriminelle Banden nützen die Gunst der Stunde, um aus der Not anderer Menschen Kapital zu schlagen. Die Behörden warnen vor falschen Polizisten, illegalen Müllsammlern und Plünderern ...
Vor allem im am schwersten betroffenen Bundesland Niederösterreich mehren sich Berichte, wonach „Handwerker“ aus aller Herren Länder ihre Dienste anbieten. In solchen Fällen ist besondere Vorsicht geboten!
Ein Beispiel – stellvertretend für viele – aus Pixendorf im Bezirk Tulln: Zwei Männer mit südländischer Herkunft rückten in einem weißen Kastenwagen bei einer betroffenen Familie an und boten als Dienstleistung die Reinigung der Heizklappen an. Allerdings zu einem derart absurden Preis, sodass die Flutopfer geistesgegenwärtig ablehnten und die Polizei informierten.
Damit man nicht über den Tisch gezogen wird, hier einige Tipps:
Vermehrter Streifendienst in betroffenen Regionen
Die „Hochwasser-Banden“ kommen mit den verschiedensten Betrugsmaschen daher. So geben sich Kriminelle auch gerne als Mitarbeiter von zig Behörden, Gas- und Stromanbietern oder sogar von Banken aus. Sie sind gut geschult, stets freundlich und zuvorkommend, erwecken Vertrauen – nur um ihre Opfer nach Strich und Faden auszunehmen.
Das Wasser hat sich nach der Jahrhundertflut in den allermeisten Orten bereits zurückgezogen, jetzt prägen Müllsammlungen das Bild. Kaputte Gegenstände aus Tausenden überfluteten Kellern werden ins Freie gebracht. Dies wiederum lockt illegale Müllsammler auf der Suche nach Verwertbarem an.
Probleme mit Versicherung als Folge
Das Problem dabei: In vielen Fällen muss die Versicherung beschädigte Geräte (zum Beispiel Kühlschränke, Waschmaschinen, Wäschetrockner, Computer oder TV-Geräte) noch begutachten. Wurden sie in der Zwischenzeit gestohlen, schauen die Betroffenen meist durch die Finger.
Die Polizei appelliert, wachsam zu sein und verdächtige Wahrnehmungen sofort zu melden. In den Hochwasser-Gebieten Niederösterreichs wurde zudem der Streifendienst hochgefahren, um Präsenz zu demonstrieren – und um Plünderer abzuschrecken.
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