Die derzeitige Unwetterlage in weiten Teilen Österreichs hat ein besorgniserregendes Ausmaß angenommen. Angesichts der aktuellen Gefahrenlage werden wichtige Maßnahmen getroffen, um Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie das Schulverwaltungspersonal zu schützen.
Aus diesem Grund sind Schülerinnen und Schüler in ganz Österreich, deren Wohnorte unmittelbar von der Unwetterkatastrophe betroffen sind, für Montag, den 16. September 2024, automatisch entschuldigt, wie das Bildungsministerium mitteilte.
Ebenso gelten Schülerinnen und Schüler automatisch als entschuldigt, die nicht zur Schule kommen können, weil ihnen aufgrund von Behinderungen im öffentlichen Verkehr der Schulweg nicht möglich ist oder weil der Schulweg infolge der Sturm- und Hochwasserschäden zu gefährlich wäre.
Schulschließungen möglich
Sofern ganze Schulstandorte geschlossen werden müssen, werden die Eltern, die Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte direkt vom Schulerhalter, also der betroffenen Gemeinde, oder der Direktion noch verständigt, hieß es weiter.
Sollten geplante Schulveranstaltungen abgesagt oder verschoben werden müssen, so werden die Eltern, die Schülerinnen und Schüler direkt über die Schule informiert. Für Lehrkräfte und das Verwaltungspersonal an Schulen gilt sinngemäß dieselbe Regelung. Es empfiehlt sich, auf die Webseiten der Schulen zu schauen, welche Maßnahmen ergriffen werden. Einige kündigen bereits einen Notbetrieb an.
Feuerwehrleute und Zivildiener werden freigestellt
All jene Lehrkräfte und Verwaltungsbediensteten, die im Katastrophenschutz zum Beispiel im Rahmen der Freiwilligen Feuerwehr tätig sind und deren Anwesenheit im Katastrophengebiet unmittelbar erforderlich ist, sind automatisch freigestellt.
Auch Zivildiener können bei dringend notwendigen Hilfeleistungen freigestellt werden. „Bitte nehmt Kontakt mit euren Einrichtungen auf, wenn ihr bei der Freiwilligen Feuerwehr seid und dringend gebraucht werdet, damit auch die Einrichtungen entsprechend planen können“, appelliert Zivildienststaatssekretärin Claudia Plakolm. In Krisen wie diesen müsse bei jeder helfenden Hand abgewogen werden, wo sie notwendiger gebraucht werde, denn auch das Rettungswesen sei gerade massiv gefordert und brauche seine Kräfte und vor allem eine gewisse Planbarkeit, so Plakolm.
Wo es möglich ist, findet Betreuung statt
Analog zur Regelung des Bildungsministeriums wird in Wien und Niederösterreich, das von den Unwettern besonders stark betroffen ist, auch der Kindergartenbetrieb gestaltet. „Kinder im verpflichtenden Kindergartenjahr gelten mit Benachrichtigung der Kindergartenleitung ebenso als entschuldigt. Dort, wo es die aktuelle Lage zulässt, soll jedenfalls ein Betreuungsbetrieb aufrechterhalten bleiben. Sollte es zu einer Veränderung der aktuellen Lage kommen, werden umgehend Informationen an die Erziehungsberechtigten ergehen“, teilte Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) in einer Aussendung mit.
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