Vor dem Wiener Ernst-Happel-Stadion sollten am Donnerstag eigentlich schon seit den frühen Morgenstunden Tausende „Swifties“ aus aller Welt ihre Verbundenheit und die Vorfreude aufs Konzert ihres großen Idols Taylor Swift feiern. Doch aufgrund erheblicher Terrorgefahr wurden alle drei geplanten Auftritte des US-Stars in der Bundeshauptstadt abgesagt – und das trist wirkende Areal bleibt fast leer. Dafür versammeln sich immer mehr Fans im sechsten Wiener Gemeindebezirk ...
Anstatt Tausender Fans sind gestresstes Personal, Polizeiautos und leere Foodtrucks zu sehen. Seit den Morgenstunden wird vor dem Stadion alles wieder abgebaut: Absperrgitter werden entfernt, Lkw werden beladen, Equipment wird per Stapler aus dem Oval geschafft.
Seit Monaten liefen die Vorbereitungen im Stadion. So wurde etwa der Rasen entfernt und mit einem Kunststoffboden ausgelegt, WC-Anlagen wurden gebaut und zahlreiche Container rund um das Stadion aufgestellt, um die Massen mit Essen und Trinken zu versorgen.
Nur wenige „Swifties“ vor Ort
Swift-Fans sind vor Ort kaum zu sehen, nur eine junge Frau spricht einen der vielen Mitarbeiter an und fragt, ob der Merchandising-Stand heute noch aufsperren werde. Dieser verneint.
Die „Krone“ wird von einer Security-Mitarbeiterin aufgehalten: „Sind Sie von der Presse?“, fragt die Frau. „Dann darf ich Sie bitten, das Gelände zu verlassen. Sie dürfen nicht hier sein. Wir sind Veranstalter und haben das Hausrecht“, mahnt sie.
Außerhalb des nicht mehr umzäunten Areals haben sich zahlreiche nationale und internationale Kamerateams versammelt. Polizei und Blaulichtorganisationen sind nicht zu sehen.
Enttäuschung über Konzertabsage sitzt tief
Aus aller Welt reisten Swift-Fans nach Wien an, um einen Auftritt ihres Idols live erleben zu können. Viele gaben Tausende Euro aus und planten mühevoll den großen Tag.
Vor dem Stadion ist eine ältere Dame verzweifelt auf der Suche nach Merch-Ständen für ihre Enkelin: „Sie hat Rotz und Wasser geheult, nun habe ich ihr versprochen zu schauen, ob ich zumindest noch etwas für sie kaufen kann.“ Schon tags zuvor stellten sich Hunderte für den Early-Merchandise-Verkauf an.
Fans versammeln sich vor „Swiftie-Baum“
„Krone“-Redakteurin Hannah Michaeler begab sich am Donnerstag zum „Swiftie-Baum“ in der Corneliusgasse im 6. Wiener Gemeindebezirk. Dort herrscht Trauerstimmung. „Swifties“ sind mit Tränen in den Augen zu sehen. Unter ihnen Amerikaner, Deutsche. Kinder, Erwachsene, viele junge Frauen trauern um das verpasste Erlebnis. Man spürt jedoch „Zusammenhalt und gegenseitigen Zuspruch“, so Michaeler. Immer mehr Fans strömen herbei.
Warum der Baum zum Szenetreff wurde? Der Name der Gasse ähnelt dem Song „Cornelia Street“, der auf Swifts siebtem Album „Lover“ zu finden ist. Dort tauschten Fans bereits vor Tagen selbst geknüpfte Armbänder aus. Dabei handelt es sich um eine Tradition der „Swifties“ vor Konzertbesuchen ihres Idols ...
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