Unvorhergesehene Bodenverhältnisse bringen das Öffi-Jahrhundertprojekt U2xU5 in gewaltige Turbulenzen. Doch wie geht es jetzt mit der Finanzierung weiter? Die zusätzlichen 300 Millionen Euro Mehrkosten müssen nämlich irgendwie aufgetrieben werden.
Aus dem Büro von Öffi-Stadtrat Peter Hanke (SPÖ) heißt es dazu: „Da der Bund an wichtigen Klimaschutzprojekten ebenso interessiert ist wie die Stadt Wien, gehen wir davon aus, dass wir hier zu einer positiven Einigung kommen werden.“
Hanke habe den Druck noch einmal erhöht, die Bedeutung des U-Bahn-Projekts sehr deutlich unterstrichen und die Geschäftsführung aufgefordert, alle möglichen Schritte zu setzen, um die U2 zwischen Karlsplatz und Schottentor so rasch wie möglich wieder in Betrieb zu nehmen. Natürlich sei die Verzögerung auf der U2-Strecke von Karlsplatz bis Schottentor eine Herausforderung für die Öffi-Nutzung vieler Wiener. Sicherheit hat aber sowohl für die Fahrgäste als auch für das Personal der Wiener Linien oberste Priorität. Die erstmals im Wiener Öffi-Netz eingesetzten vollautomatischen Bahnsteigtüren müssen ausgiebig getestet werden.
Beim Bund reagiert man auf die Hiobsbotschaften ziemlich verschnupft. Die zusätzliche Verzögerung von mehr als zwei Jahren beim U-Bahn-Bau sei äußerst unerfreulich – fürs Klima und für alle Menschen in Wien, so das Klimaschutzministerium. Die Entscheidungsträger der Stadt Wien müssten hier die Verantwortung übernehmen. Es brauche jetzt unbedingt Schritte, damit die Bauarbeiten rasch und ohne weitere Verzögerungen fertiggestellt werden können – das erwarten sich auch die Wiener.
Kühl auch die Antwort aus dem Finanzministerium: „Aktuell befindet sich das BMF mit dem Ressort von Stadtrat Hanke in Verhandlungen, wie mit den gesteigerten Kosten in Verbindung mit dem U-Bahnbau in Wien weiter umgegangen werden kann.“
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