Der Angriff auf das Vereinslokal wurde mit einer Metallstange, wie er bei Gehsteigabsperrungen verwendet wird, verübt. Erst sei die Scheibe damit eingeschlagen worden, dann die Stange durch eines der beiden Löcher in das Vereinslokal geworfen worden, hieß es seitens der FEYKOM. Es gab lediglich Sachschaden, verletzt wurde niemand. Personen waren zum Tatzeitpunkt nicht in dem Vereinslokal.
Doch auch andere Lokalitäten der Kurden in Wien und anderen Städten in Österreich seien in der Vergangenheit angegriffen worden, so FEYKOM. Keine Tat sei aufgeklärt worden. Dies führe "zur berechtigten Befürchtung, auch hier in Österreich nicht sicher vor den faschistischen Angriffen des türkischen Staates und seiner Zellen zu sein". Der Verband rief die österreichischen Behörden dazu auf, "besonders aufmerksam zu sein, um in naher Zukunft Taten wie diese zu unterbinden". Polizeisprecherin Adina Mircioane riet zu Wachpersonal und Videoüberwachung.
"Erdogan, Terrorist"
Ihren "Unmut gegen den türkischen Staatsterror" brachten über 250 Menschen am Samstag bei einer Demo in der Bundeshauptstadt zum Ausdruck (weitere Bilder). Die Menge vor dem Parlament rief "Erdogan, Terrorist", in Anspielung auf die Überzeugung vieler Kurden, der türkische Staat und die Regierung von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan habe bei der Bluttat in Paris seine Hände im Spiel gehabt. Man wolle die österreichische Gesellschaft auf die "Vernichtungspolitik" der Türkei gegenüber den Kurden aufmerksam machen. Der Demonstrationszug zog dann vom Parlament in Richtung der türkischen Botschaft weiter, die sich im Bezirk Wieden befindet.
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