In England ist man sich sicher, die verhängnisvolle Szene ausgemacht zu haben, die die Niederlage, im EM-Finale am Sonntag in Berlin gegen Spanien, eingleitet hat. Der entscheidende Wendepunkt? Ein Einwurf von Kyle Walker kurz nach dem Ausgleichstreffer durch Cole Palmer (73.).
Walker nahm in der 76. Spielminute den Ball in die Hände. Kurz zuvor hatte Joker Palmer den Ausgleich für die „Three Lions“ erzielt. Seither war England das spielbestimmende Team und drängte gar auf den Führungstreffer. Zum ersten Mal in der Partie hatte man den Eindruck, dass Spanien ernsthaft ins Straucheln geriet.
Mitten in dieser Druckphase setzte der ManCity-Verteidiger zum Einwurf direkt an der Grenze zum spanischen Strafraum an und suchte nach einer möglichen Anspielstation. Doch die englischen Offensivspieler waren gut gedeckt, weshalb sich Walker dazu entschied, den Ball über 30 Meter zurück in die eigene Hälfte zu werfen. Dort nahm John Stones die Kugel an und spielte sie zurück zu Torwart Jordan Pickford.
Auch Southgate stimmt zu
Der Wendepunkt, wie englische Fans und Medien sich am Tag nach der bitteren Final-Niederlage sicher sind. „Der England-Einwurf, der 58 Jahre des Schmerzes auf den Punkt bringt“, titelt so etwa der „Guardian“. Denn Pickford schoss den Ball in der Folge nach vorne und die Spanier gelangten in Ballbesitz. „La Roja“ gelang es schließlich, sich zu fangen und wieder Ordnung ins eigene Spiel zu bringen.
England hingegen verlor dadurch wieder den Zugriff aufs Spiel und die Spanier ließen den Ball in den eigenen Reihen zirkulieren. In der 86. Minute traf Mikel Oyarzabal mitten ins englische Herz und schoss Spanien zum EM-Titel. „Es gab diesen Moment, in dem wir im gegnerischen Drittel Einwurf hatten und die definitive Gelegenheit, den Ball dort zu halten, aber wir haben zurückgespielt“, sah auch England-Trainer Gareth Southgate einen „Wendepunkt“ in der 76. Minute. Auch wenn er kurz darauf relativierte und betonte, dass das Spiel nicht mit dieser Aktion verloren wurde – nicht wenige Fans sind vom Gegenteil überzeugt.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.