Ein Trio trat an, um den beweglichsten Bürostuhl der Welt zu entwickeln. Wie langes Sitzen gesundheitsfördernd wird, dafür haben Markus Franz-Riegler, Walter Schindlegger und Thomas Riegler längst ein Rezept gefunden. Mit den Modellen ihrer Marke Bergardi will die von Linz aus agierende Firma nun die Industrie erobern.
Die beste Antwort, um gegen Rücken- und Bandscheibenprobleme anzukämpfen und mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren – das ist die Kernbotschaft, mit der die Bergardi-Gründer Markus Franz-Riegler, Walter Schindlegger und Thomas Riegler potenzielle Kunden von ihren Sessel-Modellen überzeugen wollen.
Unternehmen und auch Privatpersonen erkannten in den letzten Jahren zunehmend, wie wichtig ergonomisches Sitzen ist.
Thomas Riegler, Mitgründer Bergardi
Bei der Puls4-Fernseh-Show „2 Minuten 2 Millionen“ rührte das in Linz ansässige Unternehmen schon die Werbetrommel, heuer wird mit Auftritten bei Messen Gas gegeben: von Basel über Stuttgart bis nach Wien.
„Flexibles und ergonomisches Sitzen ist überall wichtig – zu Hause und im Büro. Bisher wurde Bewegung im Büro mit einem Sitzball ermöglicht, aber für längeres Sitzen war der Ball ungeeignet – mit unserer patentierten Pendelmechanik werden die Bewegungen stabil zur Mitte ausgeglichen“, betont Riegler die Vorzüge der Entwicklung, in der viel Know-how von Walter Schindlegger steckt.
Bandscheibenvorfall bei Bruder als Initialzündung
Bei einem Autohersteller hat Schindlegger jahrelang Sitzmechaniken entwickelt und selbst rund 20 Patente angemeldet. Nachdem sein Bruder einen Bandscheibenvorfall erlitten hatte, wollte er aus klassischen Bürostühlen bewegte Modelle machen. Vor neun Jahren begann die Entwicklung des innovativen Stuhlkonzepts – und stieß schließlich damit in Büros, Arztpraxen und Therapieräume vor.
Jetzt will die Sessel-Schmiede aus Linz aber auch neue Bereiche erobern. Im Fokus: die Industrie. „Wir denken an Berufe, in denen lange Sitzphasen und statische oder einseitige Haltungen an der Tagesordnung sind, wie das zum Beispiel bei Produktions- und Montagearbeitsplätzen der Fall ist. Industriehocker sind oft nicht gut für die Gesundheit“, so das Trio.
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