In 50 Jahren entwickelte sich Kröswang vom landwirtschaftlichen Betrieb in Grieskirchen zum größten Gastronomie-Frischelieferanten Österreichs und Süddeutschlands. Ein Gespräch mit Firmenchef Manfred Kröswang, der 600 Mitarbeiter beschäftigt, über Lebenswege und Ansprüche.
Auf der Rasenfläche hinter der Firmenzentrale in Kickendorf sind noch die Spuren der 50-Jahre-Feier zu sehen, bei der Manfred Kröswang die Gelegenheit nutzte, mit der Drehleiter der Feuerwehr aus 30 Metern Höhe einmal auf das Gelände zu blicken.
Erste Aufgabe: Filialleiter in Böheimkirchen
„Das war wirklich cool“, sagt der 47-Jährige, der 2002 nach dem Wirtschaftsstudium in den Familienbetrieb eingestiegen war. Als Filialleiter des damals neu eröffneten Standorts in Böheimkirchen hat er begonnen.
„Ich kann später noch ins Ausland gehen und woanders arbeiten, hat’s geheißen“, erinnert er sich. Daraus wurde nichts mehr. Kröswangs Vater zog sich aus gesundheitlichen Gründen rasch aus der Firma zurück, er und Mama Elisabeth führten sie weiter.
Als mein Vater in die Landwirtschaft eingestiegen ist, hatte er den Zugang, mehr machen zu wollen. Er begann, das Geflügel zu schlachten und an Wirtshäuser in der Umgebung zu verkaufen. Bald verlegte man sich komplett auf den Handel mit Produkten.
Manfred Kröswang über die Anfänge des Unternehmens in den 1970er-Jahren
Von einer Landwirtschaft, die Brathendl-Betriebe versorgte und dann 16 Jahre als Vertriebspartner für Großbäcker Ölz agierte, Brioche und Co. zustellte, hat sich Kröswang zum größten Gastronomie-Frischelieferanten Österreichs und Süddeutschlands entwickelt.
Im letzten Jahr wurden 377 Millionen Euro Umsatz gemacht, 600 Mitarbeiter sind bei den Grieskirchnern beschäftigt. 15.000 Hotellerie- und Gastronomiebetriebe werden unter anderem mit Fleisch, Obst, Salaten und Käse beliefert.
„Klingt einfach, ist aber nicht selbstverständlich“
Der Anspruch an Qualität und Lieferzuverlässigkeit ist hoch: „Dem Kunden ist am wichtigsten, dass die bestellte Ware auch kommt – das klingt einfach, ist aber nicht selbstverständlich. Wir sind da voll akribisch, um das zu schaffen.“
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