Nachbar für Google

Grundstückskäufer schauen jetzt durch die Finger

Oberösterreich
11.07.2024 11:20

16 Jahre nach dem Grundstückskauf im Betriebsbaugebiet Kronstorf-Hargelsberg (OÖ) hat Google bislang nur wenige Spuren hinterlassen. Während die zweifelnden Stimmen, ob der Bau des Rechenzentrums durch den Tech-Giganten jemals kommt, lauter werden, wurde die Taktik für weitere Firmenansiedlungen auf dem noch freien 20-Hektar-Grundstück geändert.

„Österreich ist derzeit halt nicht gerade attraktiv für Investitionen“, schrieb einer. „Das wird nie passieren“, war sich ein anderer sicher. Auf krone.at wurde zuletzt heiß diskutiert, weil bei den Google-Plänen für ein Rechenzentrum im Betriebsbaugebiet Kronstorf-Hargelsberg auch 16 Jahre nach dem Kauf des Areals noch nicht wirklich absehbar ist, wann und ob dort jemals ein Standort des Tech-Giganten entsteht.

„Von außen könnte man meinen, da passiert gar nix“, sagt mit Christian Kolarik der Bürgermeister von Kronstorf. Kritikern können er und Christoph Lichtenauer, der Bürgermeister von Hargelsberg, aber entgegenhalten, dass aufgrund von Vereinbarungen alle getätigten Investitionen auf die Rechnung von Google gingen: Vor allem für die Infrastruktur wurde schon einiges gemacht, zudem baute die Netz OÖ ein Umspannwerk.

Hargelsbergs Ortschef Christoph Lichtenauer (li.) und Kronstorfs Bürgermeister Christian Kolarik (Bild: Wenzel Markus)
Hargelsbergs Ortschef Christoph Lichtenauer (li.) und Kronstorfs Bürgermeister Christian Kolarik

Die unendliche Geschichte rund um Google hat aber trotzdem zu einer Änderung der Strategie geführt: Für die verbliebenen 20 Hektar des Betriebsbaugebiets wird nämlich kein Käufer mehr gesucht.

„Interessenten gibt‘s immer wieder“
„Es gibt nur noch ein Baurecht“, sagt Kolarik. Bedeutet: Der Grund bleibt im Besitz des Betriebsbaugebiets Kronstorf-Hargelsberg, eine Firma dürfte dann das Gelände bis zu 99 Jahre nutzen. Ob sich hier schon etwas abzeichnet? „Interessenten gibt’s immer wieder, wir sind gut im Gespräch“, sagt Kolarik. Spekulationen gibt es genug, immer wieder fällt der Name Amazon.

Fix: Schaltwerk wird aufgerüstet 
Dafür ist fix: Weil es für das Aufrüsten des Stromnetzes auf 220 Kilovolt im oberösterreichischen Zentralraum grünes Licht gab, wird das bisherige Schaltwerk im Ortsteil Winkling zum Umspannwerk. Baustart ist noch im Juli.

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