So, 18. November 2018

Plus 6,7 Prozent

21.12.2012 11:40

AK: 2012 war "das teuerste Spritjahr in der Geschichte"

"Das Jahr 2012 war das teuerste Spritjahr in der Geschichte", so Arbeiterkammer-Energie-Experte Dominik Pezenka. Im Jahresdurchschnitt kostete Diesel 1,41 Euro pro Liter, Eurosuper 1,45 Euro pro Liter. Im Vergleich zum Jahr 2011 entspreche das bei Diesel einem Anstieg um 6,0 Prozent, bei Eurosuper um 6,7 Prozent, ergab eine AK-Preisanalyse bei rund 1.500 Tankstellen in Österreich.

Ein Pendler, der Eurosuper tankt, musste für seinen Arbeitsweg laut AK-Berechnungen heuer um rund 150 Euro mehr aufbringen als im Vorjahr. Wer heuer im Schnitt 15.000 Kilometer mit dem Auto gefahren ist, musste fürs Tanken um etwa 100 Euro mehr ausgeben als 2011. "Besonders dramatisch: Bereits das Jahr 2011 übertraf preislich alles bisher Dagewesene", so die Arbeiterkammer.

Angesichts der Höchstpreise an den Zapfsäulen fordert AK-Präsident Herbert Tumpel die Bundeswettbewerbsbehörde auf, "rasch ihre angekündigten Untersuchungsergebnisse zum Mineralölmarkt in Österreich" vorzulegen. "Das Jahr ist fast um, und wir warten noch immer auf die Marktuntersuchung der Bundeswettbewerbsbehörde - das muss schneller gehen", so Tumpel am Freitag.

"Preistreibende Spekulationen" verhindern
Darüber hinaus müsse den "preistreibenden Spekulationen" von der Politik ein Riegel vorgeschoben werden. Eine Beweislastumkehr solle auch für die Mineralölbranche umgesetzt werden - wenngleich der Nationalrat bereits eine Abfuhr erteilte. Damit müssten Unternehmen dann beweisen, dass ihre Preise sachlich gerechtfertigt sind.

Grundsätzlich rät die Arbeiterkammer, Preise zu vergleichen. Allein im ersten Bezirk in Wien finde man innerhalb weniger Hundert Meter Preisunterschiede von rund 14 Cent pro Liter an den Zapfsäulen. Vor dem Tanken an Autobahntankstellen raten die Konsumentenschützer ab. Dort sei der Sprit deutlich teurer als an einer Straßentankstelle.

Tirol als teuerstes Pflaster
Innerhalb Österreichs ist Tanken in Tirol am teuersten. Laut AK-Treibstoffanalyse liegt der Spritpreis dort um fünf Cent über dem Österreich-Durchschnitt. Im EU-Vergleich ist der Schmerz an der Tankstelle - wie berichtet (Infobox) - aber noch überschaubar: Denn bei Diesel und Eurosuper verzeichnet Österreich etwa nur den viertniedrigsten Preisanstieg.

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