"Es war hier hundertprozentig jemand herinnen." Eine andere Erklärung findet Adolf Lauenburger für das mysteriöse Verschwinden des mit der Flasche großgezogenen, hauseigenen "Familien-Ponys" nicht. "Hier", sagt der Zirkus-Boss beim "Krone"-Lokalaugenschein und öffnet die Eisenkette zum Stall, "die kann sich kein Tier selber aufmachen, der Verschluss wurde für Bullen hergestellt".
Mini-Pferde "Max" und "Moritz" blieben zurück
Doch in der Nacht auf Dienstag hat es jemand getan. Die Mini-Pferde "Max" und "Moritz" blieben zurück – vom kleinsten im Bunde, dem nur 55 Zentimeter großen Friedolin, fehlt seither jede Spur.
Lauenburger versteht die Welt nicht mehr: "Wenn er totgefahren wurde, müsste das ja auffallen." Eine Befreiungsaktion von Tierschützern schließt der Deutsche auch aus. "Wir werden genau kontrolliert, ich lege größten Wert auf artgerechte Haltung."
"Großer Weihnachtscircus" startet planmäßig
Der Zirkus-Chef seufzt, weil er bisher vergebens auf einen Anruf wartet, der ihm bestätigt, dass es dem Pony gut geht. Auf Anzeigen will er im Fall eines Verbrechens übrigens verzichten.
Fix ist, der "Große Weihnachtscircus" feiert am Freitag Premiere. Dem Rummel um Friedolin zum Trotz – oder gerade deswegen? Lauenburger schüttelt vehement den Kopf: "Nein, diese Art von Werbegag brauchen wir sicher nicht!"
Hinweise über den Verbleib oder Aufenthaltsort des kleinen Ponys werden unter der Telefonnummer 0664/172 26 15 erbeten.
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