Olympia-Teilnehmer Lukas Hollaus hat einen Berufswechsel hinter sich, ist mittlerweile Lehrer im Borromäum. Der Ex-Triathlet fühlt sich in seinem neuen Leben pudelwohl und sprach mit der „Krone“ über seine Karriere, seine Herangehensweise im Unterricht und warum es ohne Sport für ihn nicht geht.
Ein Blick zurück: Sommer 2021, Olympia in Tokio. Triathlet Lukas Hollaus erfüllt sich mit der Teilnahme an den Spielen einen Karrieretraum, belegt Platz 34. Nach dem Höhepunkt beendet der Pinzgauer seine Profilaufbahn, schlägt einen neuen Weg ein und wird Lehrer. Knapp drei Jahre später besucht ihn die „Krone“ im Privatgymnasium Borromäum.
In der Klasse herrscht eine lockere, aber konzentrierte Stimmung. Die Schüler müssen auf ihren iPads einige Aufgaben erledigen. „Digitale Hilfsmittel sind aus dem heutigen Schulalltag nicht mehr wegzudenken. Es macht vieles leichter“, erklärt Hollaus, der in den Fächern Geographie, Sport und digitale Grundbildung unterrichtet.
Ob er ein strenger Lehrer ist? „Das müssen die Kinder beurteilen“, grinst er, „aber ich denke, dass ich eine klare Linie vorgebe. Sie bekommen viel Freiraum bei mir, aber dafür müssen die Rahmenbedingungen passen.“
Ohne Sport geht es nicht
Den Unterricht gestaltet der 37-Jährige abwechslungsreich. In den Turnstunden läuft er beispielsweise mit seinen Schülern immer wieder einmal auf den Kapuzinerberg.
Apropos Laufen: Obwohl Hollaus längst nicht mehr professionell unterwegs ist, bewegt er sich täglich. „Radfahren und Schwimmen sind zu zeitintensiv, aber Laufen geht sich fast immer aus“, betreibt er „nur“ noch eine der drei Triathlon-Disziplinen regelmäßig. Schon während der Karriere war das Laufen sein Steckenpferd. Und Hollaus hat auch noch ambitionierte Ziele: „Den Wien-Marathon bin ich in 2:20 Stunden gerannt. Mein nächstes Projekt ist der Dolomitenmann.“
Es ist offensichtlich, dass der Sport ihn ein Leben lang begleiten wird, trotzdem stellt er klar: „Ich mag mein neues, anderes Leben. Für mich war es die beste Entscheidung.“ Und in Vergessenheit geraten seine Leistungen ohnehin nicht, denn: „Von meinen Schülern werde ich immer wieder auf Olympia angesprochen.“
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