„Junge Konsumenten fragen, wie sie Produkte, die sie jetzt kaufen, einmal entsorgen können“, sagt Johannes Artmayr. Steigendes Nachhaltigkeitsbewusstsein und Kostenvorteile gegenüber Naturstein treiben bei dem von ihm geführten Mühlviertler Küchenarbeitsplattenhersteller die Nachfrage nach Re-Stoning-Produkt.
„Was können wir mit den Abschnitten von schönen Steinen machen, damit sie nicht einfach zerkleinert werden und dann irgendein Schutt sind?“ Mit dieser Frage hat sich Strasser-Steine-Chef Johannes Artmayr lange beschäftigt und vor knapp zwei Jahren auch eine Antwort darauf gefunden.
Unter der Marke „Alpinova“ stellen die Mühlviertler mit einem italienischen Partner Re-Stoning-Küchenarbeitsplatten her, die aus alten Natursteinplatten, Produktionsabschnitten, Feldspat und Harzen produziert werden.
„Gamechanger“ nennt Artmayr das patentierte Recycling-Produkt, mit dem man offenbar den Zeitgeist trifft. Denn die Nachfrage ist groß, erzählt der 66-Jährige: „Wir haben schon mehr als 2000 Alpinova-Platten verkauft. Der Zeiger zeigt da stark nach oben.“
„Küchen sind wesentlich größer als vor 30, 40 Jahren“
Dass das Material im Vergleich zu Naturstein günstiger ist und zudem auch als Front eingesetzt werden kann, spielt in die Karten: „Küchen sind wesentlich größer als vor 30, 40 Jahren. Heute entscheidet man sich sehr gerne für Inseln.“
Der Nachfragerückgang im letzten Jahr, ausgelöst durch die Teuerungen in allen Bereichen und den Rückgang im Bau, macht Artmayr keine Angst: „Wir haben ein richtig gutes Wachstum vor uns, davon bin ich felsenfest überzeugt.“
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