So, 16. Dezember 2018

Vielfach verwertbar

19.10.2012 10:08

So kannst du Herbstlaub im Garten nützen

Herabfallende Blätter sind ein sicheres Zeichen dafür, dass sich nun auch die letzten goldenen Herbsttage verabschieden und die kalte Jahreszeit Einzug hält. Gartenbesitzer stellt diese Zeit jedoch noch vor ein ganz anderes Problem: Wohin mit all dem Laub? Dabei gibt es neben den verschiedenen Entsorgungsarten auch eine ganze Reihe nützlicher Verwertungstipps für das bunte Herbstlaub.

Je nach Größe des Gartens, Anzahl und Art der Bäume kann sich die Laubentfernung im Herbst als äußerst mühevolle und vor allem langwierige Arbeit gestalten: Denn jeder Baum hat seinen eigenen Lebens- und Jahreszyklus, und so kann es durchaus mehrere Wochen dauern, bis das letzte Blatt gefallen ist.

Zwar ist Laubentfernen eine durchaus gesunde Tätigkeit an der frischen Luft, kann aber auch manchmal ganz gehörig auf die Nerven gehen. Und viele leid- und Kreuzschmerzen-geplagte Gartenbesitzer haben sich da schon einmal die Frage gestellt: Kann denn das Laub nicht einfach liegen bleiben und – wie z.B. in den Wäldern – einfach von selbst verrotten?

Liegen lassen oder wegräumen?
Herbstlaub muss auch tatsächlich nicht überall entfernt werden. Im Gegenteil: Auf Blumen- und Gemüsebeeten oder aber auch unter Bäumen und in Gebüschen bewährt sich eine natürliche (weiche) Laubschicht bis zu maximal zehn Zentimeter (zu dicke Laubschicht unterstützt Fäulnisprozesse!) als natürlicher und guter Frostschutz. Auch bestimmte Kräuter, wie z.B. Lavendel, kann man derart gut über einen frostigen Winter bringen.

Aber: Laub ist nicht gleich Laub, und nicht jede Art eignet sich als Frostschutz. Rosenlaub sollte jedenfalls zur Gänze aufgesammelt und entfernt werden, da es häufig pilzbefallen ist. Die Blätter von bestimmten Bäumen, z.B. Nussbaum und Magnolie, sind sehr fest und verrotten daher im Winter nur sehr schlecht. Dieses Laub muss daher ebenfalls von Beeten entfernt werden.

Keine Kompromisse bei der Laubentfernung gibt es, was den Rasen betrifft: Hier muss das Laub gründlich und vor allem auch so rasch als möglich entfernt werden. Regen und Festtreten führen zur Erstickung und Zerstörung des Rasens.

Ebenfalls angesagt ist eine sorgfältige Entsorgung des Laubs von allen Gehflächen, da nasses Laub zu gefährlichen Stürzen führen kann.

Laub als wertvoller Kompost
Laub ist eigentlich zum Wegwerfen zu schade, denn aus Herbstlaub kann man wertvollen Kompost erzeugen. Doch auch hier sollten die unterschiedlichen Eigenarten der verschiedenen Laubarten berücksichtigt werden: Ziemlich schnell verrotten die Blätter von Obstbäumen, Weiden, Birken, Linden und Haselnuss-Sträuchern sowie Esche und Eberesche, während z.B. Platanen- und Kastanienblätter zersetzungshemmende Stoffe enthalten. Die hochwertigste Komposterde enthält man, wenn man verschiedene Blattarten mischt.

Wichtig ist es, das Laub sorgfältig zu zerkleinern, was auch gut mit dem Rasenmäher - z.B. beim letzten Mähen - gelingt, und zusätzlich kann man so das Laub auch gleich mit dem Rasenschnitt mischen. Neben anderen Gartenabfällen empfehlen Garten-Experten zur besseren Durchlüftung die Zugabe von ebenfalls zerkleinertem Reisig.

Tipp: Zugabe von Nährstoffen, da das Herbstlaub selbst nur wenige Nährstoffe enthält. Zum Beispiel: stickstoffreiches Material wie Hornspäne.

Beim Aufschichten des Komposthaufens sollte darauf geachtet werden, dass das Laub zwar feucht, aber keinesfalls zu nass ist. Abschließend den Laubkompost mit einer dünnen Erdschicht bedecken, damit der Wind das Laub nicht verweht.

Schutz für Tiere
Laub sollte darüber hinaus auch gezielt für Überwinterungsmöglichkeiten von tierischen Garten-Mitbewohnern eingesetzt werden.

Vor allem Insekten und Igel freuen sich über einige kleinere Laubhaufen am Gartenrand, die ihnen im Winter einen wichtigen Unterschlupf bieten. Am besten diese kleinen "Tier-Winterhotels" mit etwas Reisig auflockern.

Auch viele Vögel benützen Laub gerne für den Nestbau – kurz, etwas Laub sollte man im Garten jedenfalls liegen lassen, um ein ökologisches Gleichgewicht zu erhalten.

Achtung: Laubsauger sind für den Gartenbesitzer äußerst praktisch. Doch oft verbergen sich unter dem Laub kleine Tiere, wie z.B. Käfer, Spinnen und Amphibien, die dabei mit aufgesaugt werden. In den meisten Laubsaugern ist jedoch ein Häcksler integriert, was den sicheren Tod für diese nützlichen Lebewesen, die den Garten von vielen Schädlingen befreien, bedeutet.

Und wenn trotzdem noch Laub übrig bleibt …
Trotz all dieser möglichen Verwertungsmaßnahmen kann es durchaus sein, dass noch genügend Laub übrig bleibt, das entsorgt werden muss. Das Problem: Viele Biotonnen sind mit den Laubmassen hoffnungslos überfordert und quellen nach kürzester Zeit förmlich über.

Das heimliche Abladen ganzer Müllsäcke neben Bio- oder normalen Misttonnen – meist im Schutz der Nacht – hat zwar vielerorts Tradition, ist aber trotzdem nicht korrekt. Ebenso wenig wie das Abladen im Wald – oder gar auf dem Nachbarsgrundstück.

Tipp: In vielen Gemeinden, z.B. in Wien, gibt es eigene Laubsäcke zu kaufen. Diese sind speziell gekennzeichnet und können in unbeschränkter Anzahl auch neben den Biotonnen abgestellt werden.

Achtung: Das Laub im eigenen Garten zu verbrennen, ist meist aus Brandschutzgründen nicht erlaubt und daher strafbar.

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