Marcel Sabitzer war mit Tor und zwei Assists beim 4:2-Triumph der Held einer magischen Dortmund-Nacht. Nach seinem schweren Start ist der ÖFB-Star in Topform.
Die Magie war nicht sofort da. Nicht bei seinem Wechsel nach Dortmund, wo er ab Sommer 2023 lange zur Eingewöhnung brauchte, früh in der Kritik stand. Und auch nicht im Rückspiel des Viertelfinales gegen Atletico, in dem Marcel Sabitzer schon in der dritten Minute die Führung auf dem Fuß hatte, aber zu lange zögerte.
Ehe der Österreicher hauptverantwortlich dafür war, dass man in Dortmund doch noch von einer magischen Nacht in der Champions League sprach. Nach einem Einwurf kam der Ball über Sabitzer zu Maatsen, der aus spitzem Winkel zum 2:0 traf. Nach der Aufholjagd der Gäste bereitete der ÖFB-Legionär dann per Flanke Füllkrugs 3:2 perfekt vor, ließ das Stadion mit seinem spektakulären Schuss von der Strafraumgrenze zum 4:2-Endstand endgültig überkochen. „Was soll man dazu sagen?“, fragte Trainer Terzic lachend, „unglaubliches Tor, unglaublicher Lauf!“ Auch Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke schwärmte von Sabitzer: „Er hat es in den letzten Spielen angedeutet, jetzt hat er es veredelt. Genau dafür haben wir ihn geholt.“
Schon fünf Assists
Nach der Eingewöhnungszeit läuft der 30-Jährige in der wichtigsten Saisonphase zur Höchstform auf. Nach Schlusspfiff war Sabitzer mit fünf Assists der beste Vorlagengeber dieser Champions-League-Saison, zudem ist er der erste Österreicher, der in einem K.-o.-Spiel der Königsklasse drei Scorerpunkte sammelte.
Nach dem erstmaligen Einzug ins Halbfinale seit elf Jahren darf der BVB sogar von einem neuerlichen Showdown in Wembley träumen. Bereits in zwei Wochen wartet im Halbfinale Paris Saint-Germain. Das Endspiel findet am 1. Juni in London statt, wo man 2013 das Duell mit den Bayern 1:2 verloren hatte. Der Erfolgslauf macht Sabitzer und Co. im ganzen Land beliebt – denn sollte Deutschland den zweiten Platz in der UEFA-Jahreswertung behaupten, erhält die Bundesliga einen fünften Startplatz. Und wenn der BVB erstmals seit 1997 die Trophäe gewinnt, in der Liga nur Fünfter wird, würde sich gar der Sechste (derzeit Frankfurt; Augsburg und Freiburg mit Chancen) für die Champions League qualifizieren.
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