Der Bergsteiger war "extrem erschöpft", aber "überraschend wenig verletzt" ins Spital eingeliefert worden. Der behandelnde Arzt hatte bereits nach ersten Untersuchungen "keine großen Folgeschäden" prognostiziert. Die Beeinträchtigung der Niere durch das Gletscherwasser wurde korrigiert, die Erfrierungen an seinen Füßen behandelt. Verletzungen an der Hüfte mussten nur oberflächlich versorgt werden.
Dass der Bayer die sechs Tage in der Gletscherspalte überlebt hatte, sei sicher auch auf seine starke Psyche zurückzuführen, meinte Hermann Brugger, Leiter des Instituts für Alpine Notfallmedizin in Bozen.
Zu seinem Glück - bei dem Sturz in die Spalte war der Urlauber beinahe unverletzt geblieben - kommt aber auch noch eine "außergewöhnliche Wärmeperiode in den Alpen". "Die Temperatur in der Spalte lag größtenteils über null Grad", erklärte Brugger. Dennoch: Hätte der Bayer einmal das Bewusstsein verloren, "wäre er erfroren".
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