Eskaliert das Eishockeyfinale heute in Spiel drei in Klagenfurt weiter – oder steht doch wieder der Sport im Vordergrund? Ein Gutteil wird an den Referees liegen. Das Gespann Smetana/Piragic ließ in Finalspiel zwei in Salzburg – auf beiden Seiten – sehr viel durchgehen, schaute öfters weg.
„Dazu gibts’s keinen Kommentar“, sagt Bulls-Manager Helmut Schlögl, der froh war, dass nach der umstrittenen Spieldauer-Strafe von Nissner am Montag keine Sperre mehr nachkam. Heute darf sich mit Sternat/ Zrnic das dritte und letzte Duo aus dem Pool der Final-Headschiris versuchen.
Für die Eisbullen gilt indes nach der 2:5-Lektion, sich nicht mehr auf die mentalen Spielchen einzulassen. „Wir waren zu sehr auf Gegner und Schiedsrichter fokussiert“, weiß Verteidiger Paul Stapelfeldt. „Wir müssen uns wieder auf uns selbst konzentrieren und unser Spiel durchbringen.“
Gerade das gelang in dieser Saison der David-Truppe schon des Öfteren nicht. Dann fiel ein Schalter, gab es in der laufenden Partie kein Zurück. Das war auch Sonntag der Fall. „Es ist aber egal, ob die Partie 2:5 oder 4:10 ausgeht – es ist nur ein Spiel“, setzt Kapitän Tom Raffl auf eine Reaktion.
Karten sind neu gemischt
Auch Drake Rymsha, der schon einige Argumente für einen neuen Vertrag beim Titelverteidiger gesammelt hat, stößt in dasselbe Horn: „Das war nur eine Partie, in Klagenfurt soll es wieder anders laufen.“ Bei neu gemischten Karten. Zu den Härteeinlagen erklärt der 25-jährige US-Amerikaner nur: „Es ist Play-off, sie schenken uns nichts, wir schenken ihnen nichts.“
Dass die Kärntner in der Serie ausgleichen konnten, weiter im heurigen Play-off auswärts ungeschlagen sind, dazu trug Lukas Haudum zur Freude von Trainer Furey sehr viel bei. Mit zwei Toren und zwei Assists führte er die Gäste zum klaren Sieg in Salzburg, hat mit mittlerweile 15 Scorerpunkten (fünf Tore, zehn Vorlagen) die meisten aller Finalteilnehmer. Raffl liegt knapp dahinter mit 14 (7/7). Klar will sich der Noch-KACler, dessen Wechsel zu den neureichen Grazern im Sommer schon länger offiziell ist, mit dem Titel verabschieden: „Ich werde alles dafür geben, noch einmal den Meisterpokal zu holen!“
Momentum bei Rotjacken
Bis dahin ist der Weg aber noch weit. Das Momentum ist jedenfalls jetzt auf die Seite des Rekordmeisters gewechselt. Nachdem den Salzburgern das Serien-1:0 gelungen war. Und das lieferte bisher in 21 von 23 Fällen die Basis zum Sieg. Nur zweimal stand eine Mannschaft im Weg: der KAC – im Viertelfinale 2012 und im Halbfinale 2017 jeweils mit 4:2 Siegen.
ICE Hockey League: Finale (best of seven), 3. Spiel: Heute: KAC – RB Salzburg (19.30, live Puls 24)/Stand in der Serie: 1:1).
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