Für eine Kärntnerin klickten die Handschellen. Sie soll eine der Führungspersonen der staatsfeindlichen Bewegung „Bundesstaates Preußen“ sein.
Schon seit Sommer 2023 wird gegen die Bewegung in Kärnten ermittelt. Nun gelang den Ermittlern des Landesamtes Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE) Kärnten und der Polizei in Slowenien ein Schlag gegen diese Bewegung. „Bei mehreren Hausdurchsuchungen wurden damals unzählige Datenträger, Dokumente, Propagandamaterial und Waffen sichergestellt, sowie eine Vielzahl an Personen einvernommen“, schildert die Polizei. Im Zuge der Ermittlungen kam es von Seiten der selbsternannten Gruppe zu Drohungen gegen öffentliche Bediensteete und deren Familien. Auch wurden Beamten der Staatsanwaltschaft Klagenfurt mit der Todesstrafe bedroht, sollten die Ermittlungen nicht eingestellt werden.
Kärntnerin gefasst
Nun konnte eine Führungsperson ausgeforscht werden. Es handelt sich um eine 67-Jährige aus Kärnten. Sie wurde am Mittwoch in Slowenien festgenommen, wo sie nach dem Polizeischlag im vergangenen Sommer untergetaucht war. „Die Frau hat sich für mehrere Delikte zu verantworten. Unter anderem wegen der Beteiligung an einer staatsfeindlichen Bewegung, deren Finanzierung, gefährlicher Drohungen, Betrug, Verhetzung und die Verharmlosung von nationalsozialistischen Verbrechen“, gibt Gerold Taschek vom Landesamt Staatsschutz und Extremismusbekämpfung bekannt.
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