Häusliche Gewalt steigt stark. Alle zehn Tage wird in Österreich eine Frau ermordet. Tagtäglich gibt es 40 Betretungsverbote. Aber wo beginnen die ersten Grausamkeiten? Die Schauspieler Kristina Sprenger und Manuel Witting halten Paaren mit dem Theaterstück „Kleine Eheverbrechen“ den Spiegel hin.
„Krone“: Sie beide stehen am 2. und 3. März in der Tragikomödie „Kleine Eheverbrechen“ von Eric-Emmanuel Schmitt auf der Bühne in Oberschützen und Mattersburg. Worum geht’s in diesem Theaterstück?
Manuel Witting: Es geht um Untreue, Betrug, Verdachtsmomente und einen zynischen Blick darauf, was man in einer Partnerschaft so alles erträgt und sich gegenseitig antut, obwohl man behauptet, einander zu lieben. Es geht auch darum, wie Beziehungen sich verändern. Und Zeit zu einer Gefahr werden kann und Vertrauen korrumpiert.
Kristina Sprenger: Konkret geht es um das Ehepaar Gilles und Lisa, das glücklich wirkt, bis Gilles bei einem Unfall sein Gedächtnis verliert. Als Lisa ihn nach einem Klinikaufenthalt zurück nachhause bringt, erzählt sie ihm, wie er ist und wie er davor war. Man weiß nicht, wer wen gerade hereinlegt. Bei Lisa drängt sich die Frage auf, ob sie nicht nur die Vergangenheit beschönigt oder herunterspielt, um ihren Mann so zu formen, wie sie ihn gerne hätte. Kurzum: Es ist nicht alles, wie es scheint. Die Quintessenz ist, dass man an sich selbst arbeiten muss, um mit jemand anderem glücklich sein zu können. Und: dass Bequemlichkeit und Routine die größten Feinde einer jeden Beziehung sind.
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