Am Tag nach der Räumung des berühmt-berüchtigten Asylwerberheims „Haus Semmering“ schlagen die Wogen hoch. Während der SPÖ-Bürgermeisterin alles zu schnell ging, fordert die FPÖ eine dauerhafte Schließung des Gebäudes.
Am Ende ging es plötzlich ganz schnell: Am Dienstag wurde das berühmt-berüchtigte „Haus Semmering“, seit Jahren im Mittelpunkt politischer Scharmützel, geräumt. Die Gemeinde hatte einen entsprechenden Bescheid erlassen, weil wegen Brandschutz-Mängeln Gefahr im Verzug war. Nach Ablauf einer gesetzten Frist nahm die Betreiberin des Asylheims, die Bundesbetreuungsagentur, das Heft des Handelns in die Hand und holte Dutzende Bewohner aus dem Gebäude.
Sehr zum Ärger von Bürgermeisterin Maria Fischer (SPÖ) übrigens, die von der Entscheidung überrumpelt worden war. Sie wähnte sich in guten Gesprächen und sah wegen der geringen Auslastung - 80 Bewohner, die man im Brandfall evakuieren hätte können - keine akute Gefahr mehr. Ergo zog sie am Mittwoch den ursprünglich von der Gemeinde eingebrachten Antrag auf Räumung wieder zurück. Am Freitag beraten Sachverständige über bauliche Maßnahmen, die eine Neubelegung möglich machen sollen.
Was die FPÖ freilich auf die Palme bringt: FPÖ-Abgeordneter Hannes Amesbauer verlangt eine dauerhafte Schließung der obersteirischen Flüchtlingsunterkunft und hätte einen Alternativvorschlag für die Nachnutzung: „Denkbar wäre beispielsweise eine Einrichtung als Übungsstätte für die Exekutive.“
Applaus für Handy-Verbot
Die Ankündigung von ÖVP-Landesrat Werner Amon, ein Handy-Verbot in steirischen Volksschulen zu prüfen, sorgt für viel Applaus. Bei Lehrern, Eltern und in der steirischen Schulbehörde. „Wir unterstützen den Vorstoß ausdrücklich“, sagt Bildungsdirektorin Elisabeth Meixner zur „Krone“. „Eltern berichten schließlich, dass manche Kinder auch zu Hause nahezu in den Handys versinken und Gespräche in den Familien zu kurz kommen.“ Meixner ist immer wieder mit Meldungen von Psychologen, Psychotherapeuten und Pädagogen konfrontiert, für die die Nutzung von Mobiltelefonen durch Kinder ein „alarmierendes Ausmaß“ angenommen hat.
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