Schummel-Videos, gefälschte Bilder und Fake News: Vor den Gefahren des Missbrauchs von Künstlicher Intelligenz hatte zuletzt die SPÖ in Oberösterreich gewarnt. Ihrem Aufruf, eine Vereinbarung zum Verzicht von derlei Irreführung im Nationalratswahlkampf zu unterzeichnen, sind nicht alle Parteien gefolgt.
„Ich lade Sie zu einem Fairnessabkommen ein, die den Verzicht der wahlwerbenden Parteien auf die Erstellung Verbreitung von ,Deep-Fake-Schummel-Videos‘ im Zuge des Wahljahres 2024 schriftlich festhält.“ Mit diesem Appell wandte sich SPÖ-Landesgeschäftsführer Florian Koppler zuletzt schriftlich an seine Pendants in den anderen Landtagsparteien - die „Krone“ berichtete.
Aufruf zu „gemeinsamem Schulterschluss“
In diesem Schreiben warnt Koppler vor den Gefahren, die vom Missbrauch von Künstlicher Intelligenz ausgehen kann - „allen voran die leichte Verbreitung von gefälschtem Bild- oder Videomaterial. Insbesondere „Deep-Fake-Videos“ die Individuen in Situationen zeigen, oder Dinge sagen lassen, die so nicht der Realität entsprechen“. Koppler ruft seine Kolleginnen und Kollegen zu einem „gemeinsamen Schulterschluss“ gegen die Verwendung derartigen irreführenden Materials auf.
FPÖ hat „Fairness in der DNA“
Bei ÖVP, Grünen und Neos stieß er dabei auf offene Ohren. Noch im Februar dürften die Manager dieser Parteien gemeinsam mit Koppler ein entsprechendes Papier unterzeichnen. Nicht im Boot ist die FPÖ. Sie ließ am Freitag wissen, dass es aus ihrer Sicht „keines Parteiabkommens“ bedürfe. Man wolle keine „dubiosen, willkürlich installierten Gremien, die ihre Aufgabe nur darin sehen, die kritische Opposition mundtot zu machen“. Für die Partei gelte ohnehin: „Fairness liegt in der DNA der FPÖ.“
Im Gegensatz zu anderen Parteien haben wir es nicht nötig, Schmutzkübelkampagnen oder unfaire Angriffe zu starten.“
Michael Gruber, FPÖ-Landesparteisekretär
Keinerlei Reaktion auf den Fairness-Appell der SPÖ habe es laut Koppler bisher von der MFG gegeben.
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