Mi, 22. August 2018

Natur-Pools

01.06.2012 19:03

So klappt der Bio-Badespaß im eigenen Garten

Den Sommer erst zum Sommer macht ungetrübter Badespaß - am besten in sauberem, glasklarem Wasser. Wer keinen der heimischen Seen vor der Haustüre hat, kann sich naturreines Wasser auch in den eigenen Garten holen. Mit allem Komfort klassischer Schwimmbecken. Natur-Pool nennt sich der heißeste Trend des Sommers 2012 in Sachen cooler Bio-Wasserspiele.

Der eigene Pool im Garten stellt im Sommer ein besonderes Highlight für die ganze Familie dar. Getrübt wird das nasse Vergnügen allerdings häufig durch das Chlor, das für die hygienische Reinhaltung des Wassers und somit für ein gesundes Pritscheln oder Schwimmen Voraussetzung ist. Vor allem die Nachwuchs-Wasserratten, deren Hauptvergnügen im Hineinspringen und Tauchen liegt, leiden häufig unter roten Augen oder allergischen Hautreaktionen.

Zusätzlich beklagen Umwelt-Experten, dass das chlorhaltige Wasser am Ende der Badesaison (meist vorschriftswidrig!) einfach in den Gartenboden abgelassen wird.

Alles bio – alles klar
Ob Schwimmteich oder Natur-Pool, gleich ist beiden, dass ihre grundlegende Funktionsweise dem natürlichen Selbstreinigungsprozess von stillen und fließenden Gewässern nachgebildet ist: Das Wasser wird durch natürliche Ökosysteme gesäubert. Für die verschiedenen Funktionsbereiche (Reinigung, Schwimmen) gibt es verschiedene Zonen. Und damit ist es eigentlich auch schon mit den Gemeinsamkeiten der beiden Bio-Wasseranlagen vorbei.

Beim klassischen natürlichen Schwimmteich erfolgt, vereinfacht ausgedrückt, die Reinigung in erster Linie über Pflanzen und daraus entstehende Ökosysteme, die sogenannte Regenerationszone). Kaulquappen und Frösche sind durchaus erwünscht. Der Schwimmteich setzt darüber hinaus auch eine bestimmte Größe – Fachleute sprechen von mindestens 40 Quadratmetern – und Tiefe voraus. Nicht jeder verfügt über soviel Platz und auch nicht über das Budget für die Anlegung eines solchen Teiches.

Für alle, die auf tierische Schwimmbegleiter ebenso gerne verzichten wie auf Chlor oder einfach die klassischen Poolformen bevorzugen, bieten die Natur-Pools die ideale Lösung.

Hier kann sogar, je nach Reinigungssystem, auf eine Bepflanzung vollständig verzichtet werden, so gut wie jede Poolform ist machbar und auch in kleineren Dimensionen als bei Schwimmteichen sind möglich. Gefiltert wird trotzdem rein ökologisch und ohne Einsatz von Chlor.

So funktionieren Natur-Pools
Technisch gesehen gelten Natur-Pools als in vielerlei Hinsicht weiter entwickelt als die naturnahen Schwimmteiche – Pumpen, Skimmer und Licht sind in das Konzept integriert. Charakteristisch für viele Natur-Pools ist – im Gegensatz zum Schwimmteich – die klare Trennung zwischen Nutzungs- und Aufbereitungsbereich.

Der Nutzungs-, also Schwimmbereich, besteht häufig aus betonierten Wänden oder Mauern aus Kellerwandsteinen. Klare geometrische Formen, wie sie von herkömmlichen Pools bekannt sind, sind somit vorgegeben. Das Design steht im Vordergrund.

Für die biologische Filterung des Wassers stehen mittlerweile mehrere Systeme zur Verfügung. So kann das Wasser z.B. über Skimmer oder eine Überlaufrinne durch spezielle Substratfilter laufen. Die Filterzonen können auch aus Kiessubstraten gebildet werden, die Wasserreinigung funktioniert dann durch Zeolitz sowie durch spezielle Mikroorganismen. Ebenfalls möglich ist ein "unterirdisch" angelegter Biofilter, der ganz ohne herkömmliche Wasserdesinfektionsmittel für glasklares Wasser sorgt.

Zum Bio-Becken umrüsten
Für alle Besitzer von Pools, die auf Bio umsteigen wollen, hat Schwimmteich-Spezialist Biotop eine Lösung parat: Mit einem speziellen Converter-System (Living-Pool-Converter-System) soll ein bestehender Swimmingpool vergleichsweise einfach auf einen biologischen Betrieb umgestellt werden können.

Dabei wird der bestehende Pool nur geringfügig umgebaut. Der existierende Wasserkreislauf (Skimmer, Pumpe und Sandfilter) wird beibehalten, nur die Chlorierung wird stillgelegt. Zusätzlich eingebaut wird ein Converter-Schacht, bestehend aus einem biologischen Filter, einer kleinen Pumpe und einem PhosTec Ultra-Filter. Das Wasser wird dann zunächst in einem Biofilter mechanisch und biologisch gereinigt. Anschließend wird das Wasser durch einen Anionen-Adsorptions-Filter geleitet.

Pflege, Kosten und Vorteile von Natur-Pools
Im Gegensatz zu einem gut angelegten Schwimmteich gestaltet sich die Pflege von Natur-Pools etwas aufwendiger. So muss am Ende der Badesaison das Becken, wie auch beim herkömmlichen Schwimmbecken, geleert und gereinigt werden.

Ein großer Vorteil der Natur-Pools ist, dass sie gestalterisch äußerst vielseitig und auch auf kleineren Flächen gut verwirklichbar sind. Das frosch- und auch sonst tierfreie, natürliche Schwimmvergnügen, kann darüber hinaus wesentlich zur Beibehaltung des nachbarschaftlichen Friedens beitragen.

Was die Kosten betrifft: Wie so oft gibt es hierzu nur relativ vage Angaben der verschiedenen Hersteller. Grundsätzlich gelten Natur-Pools als kostengünstiger als Schwimmteiche, vergleichbar sollen die Herstellungskosten etwa mit denen klassischer Schwimmbecken (inklusive Aushub und Erdarbeiten) sein.

Dafür sollen Bio-Natur-Schwimmbecken – zumindest nach einschlägigen Studien unserer deutschen Nachbarn - deutlich den Wert einer Immobilie steigern.

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