Vor Kurzem sind zwei Schulen evakuiert worden - wegen alter Pikrinsäure. Übertreiben wir es mit unserer Angst vor Chemie und allem Chemischen? Naturwissenschafter und Autor Christian Mähr geht ganz furchtlos an die Sache heran und erklärt, was es mit der angeblich so gefährlichen Pikrinsäure auf sich hat - und wieso sich unsere Angst auf die Schilddrüse schlagen könnte.
Im ersten Moment hielt ich die Nachricht für einen Faschingsscherz. In einer Mittelschule im Waldviertel wurde „eingetrocknete Pikrinsäure“ gefunden. Ein Fläschchen mit 100 Milliliter Inhalt. Der Direktor der Schule alarmierte die freiwillige Feuerwehr. In der Folge wurden die Landeswarnzentrale, die Rettung und die Polizei involviert. Die Schule wurde geräumt, der Entminungsdienst des Innenministeriums zugezogen, der hielt das Fläschchen für „bedingt transportfähig“ und verbrachte es in einem Transportbehälter auf eine Wiese, wo es kontrolliert gesprengt wurde.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.