Di, 21. August 2018

Alarmanlage und Co.

18.02.2014 16:10

So schützen Sie Ihr Zuhause vor Einbrechern

Sicherheitsexperten warnen immer wieder: Trotz drastischer Einbruchszahlen hinkt das Sicherheitsbewusstsein von Herrn und Frau Österreicher der Realität in vielen Bereichen hinterher. Informationsmängel gibt es nicht nur in Bezug auf die Notwendigkeit eines umfassenden Einbruchschutz-Konzeptes, sondern vor allem auch im Hinblick auf die Qualität der eingesetzten Alarmierungssysteme. krone.at klärt auf.

Betroffen von den Langfingern sind in erster Linie typische Durchschnittswohnungen oder -häuser, denn meist handelt es sich um sogenannte Gelegenheitstäter, die in erster Linie auf eine günstige, das heißt möglichst risikoarme, Einbruchsmöglichkeit abstellen.

Einstieg in zehn bis 20 Sekunden
"Auch scheinbar massive, moderne Fenstersysteme können in zehn oder 20 Sekunden geknackt werden. Ist das Objekt ungesichert, ist das Risiko daher gering - und bei so geringem Risiko sind auch ein paar hundert Euro Beute, die sich in so gut wie jeder Wohnung in bar oder in Form von Gegenständen, z.B. Schmuck, Uhren, Laptops, Handys etc., finden lassen, schon äußerst lohnend", weiß Thomas Hoschitz, Sicherheitsberater in der Blauen Lagune bei Wien.

Ein gutes Sicherheitskonzept besteht aus mehreren Komponenten, die individuell je nach der persönlichen Wohnsituation zusammengestellt und fachmännisch montiert werden. Eine zentrale Rolle dabei spielen Alarmanlagen: Zahlreiche Statistiken belegen die höchste abschreckende Wirkung von Alarmanlagen gegenüber möglichen Einbrechern.

So wirken Alarmanlagen
Heute steht eine Vielzahl möglicher Systeme zur Verfügung, die entweder über Kabel oder über Funk betrieben werden. Auch eine Koppelung beider Betriebsarten ist möglich. Je nach Wunsch kann mit solchen Alarmanlagen entweder nur der sogenannte Außenhautbereich oder auch der Innenraum gegen ungebetene Gäste gesichert werden.

Die wichtigsten Komponenten jeder Alarmanlage

  • Bedienteil: Mit diesem wird die Anlage scharf gestellt oder deaktiviert. Experten-Tipp: "Der Bedienteil muss stets von der Alarmanlage selbst getrennt angebracht werden. Der Bedienteil befindet sich meist in unmittelbarer Nähe zur Türe. Steigt ein Einbrecher ein, und alles ist in einem Kasten, muss er nur diesen zerstören, um die Alarmanlage außer Betrieb zu setzen", so Hoschitz.
  • Bewegungsmelder: Nach Bedarf und Wunsch können Bewegungsmelder sowohl für den Innen- als auch den Außenbereich in das Alarmsystem integriert werden (Achtung bei größeren oder mehreren Haustieren!).
  • Magnetkontakte: Werden an Fenstern und Außentüren angebracht.
  • Alarmmelder: Meist Sirenen, aber auf Wunsch auch Kameras etc. Achtung: Im Außenbereich muss es stets zwei Alarmierungswege geben – wird einer sabotiert, erfolgt automatisch die Meldung über den anderen.

Zahlreiche Zusatzfunktionen wie z.B. Glasbruchmelder und Brandmelder sind möglich.

Die Aktivierung und Deaktivierung der Anlage kann mittels Code-Eingabe, Funksteuerung, Karten oder auch Chips erfolgen.

Die häufigsten Irrtümer bei Alarmanlagen

  • Irrtum Nummer 1: "Alarmanlagen verursachen ständig nervende Fehlalarme." Richtig ist, dass ein professionell geplantes und fachmännisch installiertes sowie regelmäßig gewartetes Alarmsystem so gut wie keine Fehlalarme auslöst.
  • Irrtum Nummer 2: "Alarmanlagen verständigen immer automatisch Polizei oder Sicherheitsdienste. Bei Fehlmeldungen muss jeder Einsatz bezahlt werden." Richtig ist heute, dass nur dann Behörden oder auf Wunsch auch andere Personen (Nachbarn, Freunde, Bekannte etc.) informiert werden, wenn dies auch gewünscht ist.
  • Irrtum Nummer 3: "Alarmanlagen müssen stets kompliziert mit Codes programmiert werden und sind in der Bedienung nicht einfach." Richtig ist, dass gute Alarmanlagesysteme kinderleicht ein- und auszuschalten sind. Beliebt ist etwa der Chip, der an die Anlage gehalten wird. Die tägliche Funktionssteuerung der Anlage ist einfacher als so manche Fernsehfernbedienung.
  • Irrtum Nummer 4: "Alarmanlagen kosten ein kleines Vermögen. Notfalls schreckt auch eine Attrappe ab." Richtig ist, dass heute durch den technischen Fortschritt auch Qualitäts-Alarmsysteme deutlich kostengünstiger und für so so gut wie jedermann erschwinglich sind. Attrappen können zwar eine abschreckende Wirkung ausüben - leider sind sie aber für viele Langfinger, die recht gut über die gängigsten Produkte informiert sind, auf den ersten Blick auch als solche erkennbar.

Und noch einige Experten-Tipps
Bezüglich der Auswahl und der Montage von Alarmanlagen rät Thomas Hoschitz:

  • Fachmännische Beratung: Gute Sicherheitskonzepte können ausschließlich vor Ort in der jeweiligen Wohnung oder im Haus erstellt werden. Gar nicht so selten kommen diese Konzepte übrigens kostengünstiger als selbst gestrickte Sicherheits-Vorschläge. Ein gutes Unternehmen berät auch über die jeweils für die individuelle Situation am besten geeignete Alarmanlage und deren Funktionen.
  • Fachmännische Montage: Für eine einwandfreie und alltagstaugliche Bedienung ist die Installation der Anlage durch ein erfahrenes Sicherheitsunternehmen Voraussetzung. So spielt die richtige Platzierung der Einzelkomponenten (z.B. Abstand der Magnetkontakte, Anbringen von Bewegungsmeldern etc.) für die spätere Funktionstüchtigkeit eine wesentliche Rolle. Auch Fehlalarme werden so vermieden. Tipp: Sirenen sollten stets so hoch angebracht werden, dass sie ohne Hilfsmittel (z.B. Dachleiter) nicht von den Einbrechern sabotiert werden können.
  • Auswahl des Sicherheitsunternehmens: Vor allem in den städtischen Bereichen hat sich die Anzahl der einschlägigen Anbieter in jüngster Zeit stark erhöht. Auf der sicheren Seite ist man eher, wenn man Firmen wählt, die bereits lange am (Sicherheits-)Markt tätig sind und im Idealfall auch mehrere Mitarbeiter beschäftigen. Denn mögliche Reparaturen oder Neueinstellungen können meist nur durch das Unternehmen, das die Installation vorgenommen hat, professionell – und unkompliziert! - durchgeführt werden. Eine "Alles aus einer Hand"-Betreuung ist in der Praxis bei möglichen Störungen äußerst hilfreich.
  • Produktauswahl: Wichtig bei jeder Alarmanlage ist, dass von außen keine Rückschlüsse auf das jeweilige Betriebssystem (Funk und/oder Kabel, Ein-/Aus-Zustand etc.) möglich sind.

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