Bei minus zehn Grad warteten ein 13-Jähriger und seine jüngere Schwester (12) auf den Schulbus. Bei der Eiseskälte konnte keines der Kinder stillstehen. Während das Mädchen auf und ab ging, stieg der Bruder auf einen Schneehaufen. Dahinter geht es über einen etwa 45 Grad steilen Abhang in die Tiefe.
Tückischer Hang war so glatt wie Eisbahn
Das Unglück nahm seinen Lauf, als sich der Schüler auf den Schneeberg setzte - er geriet ins Rutschen, konnte nicht mehr bremsen und schlitterte in den Wald. Seine Schwester wollte ihm helfen, verlor dabei aber ebenfalls das Gleichgewicht - und leistete ihrem vor einer Tanne stehenden Bruder Augenblicke später unfreiwillig Gesellschaft.
Zu dieser Zeit, es war kurz nach 7 Uhr, blieb der Schulbus an der Haltestelle stehen. Ein 13-Jähriger stieg aus, sah, was geschehen war, und hatte einen Rettungsplan. Aber er scheiterte dabei, schlitterte ebenfalls die 30 Meter in die Tiefe und konnte auf dem Schneehang, der glatt wie eine Eisbahn war, nicht mehr zurück.
"Nur Schultaschen, aber keine Kinder"
"So sind wir dann zum Einsatz gekommen", berichtete Heribert Eisl, der Leiter der Ramsauer Bergrettung: "Der Schulbusfahrer hat uns alarmiert, dass an der Haltestelle nur Schultaschen, aber keine Kinder wären." Sechs mit Steigeisen ausgerüstete Bergretter stiegen dann den Hang zu den drei Kindern hinunter und brachten sie zur Straße zurück.
Das Mädchen und die beiden Buben wurden zur Sicherheit im Krankenhaus untersucht. Sie hatten das Abenteuer zum Glück unverletzt überstanden. Heribert Eisl: "Jetzt können sie jedem erzählen, was alles passieren kann, wenn man nicht aufpasst."
Symbolbild
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