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Krankes Sozialsystem

AK-Chef: „Zahler müssen heute um Leistung betteln“

Niederösterreich
23.06.2023 07:50

Der Andrang auf den Arbeits- und Sozialgerichten ist riesig. Immer häufiger werden haarsträubende Fälle mit Institutionen des Sozialsystems. „Die, die das System finanzieren und für die es da ist, müssen heute um ihre Leistung betteln“, kritisiert auch Niederösterreichs Arbeiterkammer-Chef Markus Wieser im „Krone“-Interview. Warum das Entgleisen droht, wie man es wieder auf vernünftigere Bahnen bringt und warum er ein Problem mit Künstlicher Intelligenz hat.

„Krone“: Herr Arbeiterkammerpräsident, die Beschwerden häufen sich. Schwerkranke Menschen werden vor den Kopf gestoßen, weil sie vom Krankenstand plötzlich ohne ersichtlichen Grund abgeschrieben werden. Anderen werden vorübergehende Invaliditätszahlungen nicht mehr zuerkannt oder eine frühere Pension verweigert, obwohl sie ihren Job nicht mehr ausüben können. Wie gestaltet sich die Situation für sie?
Markus Wieser: Auch bei uns häufen sich die Fälle. Mehr als 250.000 Niederösterreicher - das ist mehr als jeder dritte Arbeitnehmer hierzulande - wandte sich im Vorjahr an die Arbeiterkammer. Es gibt da mehrere Dinge, die hier zusammentreffen. Gesetze, Erlässe und interne Bestimmungen wurden verändert, es herrscht derzeit Personalnot, etwa bei den Kontrollärzten, und dadurch werden teilweise schon Dinge von einer neu programmierten, künstlichen Intelligenz erledigt.

Krone
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