Jener 64-Jährige aus Niederösterreich, der Mitte Oktober gestanden hatte, seine Ehefrau mit einem Meißel getötet zu haben, wird wegen Mordes angeklagt. Zur Tat kam es Ende August in Oberwaltersdorf, laut Staatsanwaltschaft habe der Verdächtige nach einem Streit rund ein Dutzend Mal auf den Kopf der 57-Jährigen eingeschlagen.
Der Beschuldigte hatte zunächst angegeben, das Opfer in den Morgenstunden des 24. August 2022 gefunden zu haben und war als Zeuge geführt worden. Einen Tag darauf wurde der Mann dann festgenommen. Es bestehe „dringender Tatverdacht“, teilte die Polizei damals mit. Untersuchungshaft wurde verhängt.
Im Oktober des Vorjahres gestand der 64-Jährige - wie berichtet - dann die Bluttat. Laut Obduktion starb die 57-Jährige nach einer Gewalteinwirkung gegen den Kopf. Die Frau erlitt demnach Stichverletzungen.
Nach Streit zum Meißel gegriffen
Wie die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt im Oktober gegenüber der „Krone“ erklärte, habe der 64-Jährige nach einem morgendlichen Streit mit seiner Ehefrau zum Meißel gegriffen und rund ein Dutzend Mal auf sie eingeschlagen. Anschließend rief er selbst die Rettungskräfte. Dem Streit sollen schon länger Schwierigkeiten in der Ehe und auch Demütigungen vorausgegangen sein. Eine Scheidung stand im Raum.
Während die Verteidigung weiterhin auf Totschlag plädiert, wurde von der Staatsanwaltschaft Anklage wegen Mordes erhoben, bestätigte Behördensprecher Erich Habitzl auf Anfrage einen Bericht des „Kurier“. Ein Termin für die Geschworenenverhandlung steht noch nicht fest.
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