Abfahrt in Kvitfjell

Norwegerin schreibt Geschichte, Goggia holt Kugel

Wintersport
04.03.2023 12:11

Der Tagessieg ging an „Gastgeberin“ Kajsa Vickhoff Lie, mit ihr gewann erstmals eine Norwegerin eine Weltcup-Abfahrt. Als Gewinnerin der Kugel für den Abfahrtsweltcup steht vorzeitig die Italienerin Sofia Goggia fest.

Vickhoff Lie siegte bei böigem Wind mit 0,29 Sekunden Vorsprung auf Goggia, Dritte wurde die Schweizerin Corinne Suter (+0,41). Beste Österreicherin war Ramona Siebenhofer, die ex aequo mit Shiffrin (+0,79) den fünften Platz belegte. Die Schweizerin Gut-Behrami kam über Rang 21 nicht hinaus. Super-G-Gewinnerin Cornelia Hütter stürzte mit aussichtsreicher Zwischenzeit im Mittelteil, kam aber mit dem kurzen Schrecken davon.

Keine optimalen Fahrten erwischten Nina Ortlieb, die mit +0,89 Neunte wurde, und die mit einer Erkältung kämpfenden Mirjam Puchner (+0,98) als Elfte. Stephanie Venier (16./+1,39), Christina Ager (20./+1,66) und Franziska Gritsch (28./+2,36) machten aus dem ÖSV-Team noch Weltcup-Punkte. Nicht am Start war Tamara Tippler, bei der eine alte Rückenverletzung wieder akut wurde. Wie Puchner wolle sie aber beim Super-G am Sonntag (10.30 Uhr/live sportkrone.at) am Start stehen.

Das Ergebnis:

Für Lie, bei der WM Bronze-Gewinnerin im Super-G, passierte dieser Schritt bei ihrem Heimrennen. „Das ist wirklich unglaublich. Das ist ein Traum“, meinte die 24-Jährige. „Ich habe meine ganze Familie und Freunde, alle sind hier. Ich kann nicht mehr Spaß haben, wenn ich eine Abfahrt gewinne.“ Bei der Siegerehrung weinte sie minutenlang vor Freude.

Siebenhofer ärgerte sich nach einem starken Beginn im oberen Teil über einen „blöden Fehler“ weiter unten. „Es ärgert mich, weil ich wieder eine gute Fahrt weggeschmissen habe. Aber vom Ergebnis ist es einmal besser als der Rest der Saison“, befand die Steirerin. Sie sei nicht gut in die Kompression hineinfahren, „dann ist der Scheitelpunkt von der Kurve zu früh. Dann geht der Ski unten weg und es drückt es mich zusammen, da lässt man dann viel Zeit liegen.“ Im Super-G am Sonntag wolle sie fehlerfrei bleiben.

Für Vortagssiegerin Hütter wäre wieder einiges drinnen gewesen, wusste sie danach selbst. „Natürlich ist es ein Nuller, aber es tut mir alles ein bissel weh und nichts viel. Also es ist gut, dass ich gesund bin und dass nichts passiert ist“, sagte die 30-Jährige, die für den Sonntag „volle Attacke“ ankündigte. „Ich war relativ schnell, schneller als im Training, weil mich auch der Wind ein bisschen angeschoben hat von hinten. Dann bin ich einfach mit meiner Bewegung nicht nachgekommen, dann ist die Kompression gekommen - das ist einfach keine gute Kombination.“

Für Hütter geht es im Super-G auch noch um die Weltcup-Kristallkugel. Innerhalb der Top fünf - Elena Curtoni (310 Punkte), Gut-Behrami (302), Ragnhild Mowinckel (290), Hütter (289) und Federica Brignone (278) - geht es extrem eng zu. „Vor drei Tagen hat sich noch keiner Gedanken gemacht, dass ich mitfahren könnte. Es kann immer viel passieren, es sind noch zwei Super-G“, erklärte die Steirerin. „Ich möchte schon vorne mitfahren, ganz klar. Aber ich finde, dass die Saison generell gut war. Ich glaube, dass die anderen einfach ein bisschen mehr nachdenken als ich und mehr Druck haben.“

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